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Oslo (dpa) Hintergrund: Die Anklage gegen Breivik

Der mutmaßliche norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik muss sich vor Gericht wegen Terrorismus und vorsätzlichen Mordes verantworten.

Auf der Insel Utøya soll der 33-Angeklagte 69 Menschen vorsätzlich ermordet haben. Foto: Lasse Tur Mapaid AS
Auf der Insel Utøya soll der 33-Angeklagte 69 Menschen vorsätzlich ermordet haben. Foto: Lasse Tur Mapaid AS Bild: Foto: dpa

- Die Anklageschrift nennt alle 77 Todesopfer sowie 40 weitere Menschen, die bei dem Bombenanschlag in Oslo oder durch Schüsse auf der Insel Utøya schwer verletzt wurden.

- Mit der Explosion einer 950-Kilogramm-Bombe im Osloer Regierungsviertel soll er laut Staatsanwaltschaft acht Menschen getötet und mehr als 200 verletzt haben.

- Breivik habe die Absicht gehabt, eine wichtige Stütze der norwegischen Gesellschaft zu schädigen und Angst in der Bevölkerung im gesamten Land zu verbreiten.

- Auf der Insel Utøya soll der 33-Jährige 69 Menschen vorsätzlich ermordet haben, mit dem Ziel, die Bevölkerung in große Angst zu versetzen.

- 67 der Opfer wurden von Schüssen tödlich verletzt, zwei weitere fielen von Klippen oder ertranken. Insgesamt 34 Opfer waren Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren, weitere 22 waren 18 bis 20 Jahre alt.

- Breivik habe ein sehr schweres Verbrechen begangen, dass es in diesem Ausmaß in der heutigen Zeit in Norwegen noch nicht gegeben habe. Es bestehe die berechtigte Befürchtung, dass er seine Taten wiederholen könne.

- Die Staatsanwaltschaft fordert die Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt, behält sich aber offen, je nach Aussage der psychiatrischen Gutachter während des Prozesses auch für eine Gefängnisstrafe von 21 Jahren zu plädieren.

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