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27.09.2012  |  0 Kommentare

Berlin (dpa) Vom Schulessen: Mehrere tausend Kinder erkrankt

Mehrere tausend Kinder und Jugendliche in vier neuen Bundesländern leiden an Magen-Darm-Erkrankungen, die vermutlich vom Schulessen ausgelöst wurden.
Schulen geschlossen

Ein Schild an der Eingangstür zum André-Gymnasium in Chemnitz weist darauf hin, dass die Schule am Freitag geschlossen bleibt. Foto: Hendrik Schmidt  Bild: Foto: dpa

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Drei Kranke mussten stationär aufgenommen werden, wie die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales am Donnerstag mit Verweis auf das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte. Die betroffenen Schulen und Kindergärten wurden nach bisherigen Erkenntnissen vom gleichen Lieferanten versorgt. Er habe seinen Sitz in Rüsselsheim und betreibe Regionalküchen in vielen Bundesländern, sagte der Leiter des Referats Gesundheit und Verbraucherschutz im Brandenburger Gesundheitsministerium, Ulrich Widders, am Donnerstag in der «Abendschau» des Fernsehsenders rbb.

Aus dem sächsischen Sozialministerium hieß es, es bestehe der Verdacht auf Noroviren. Die bisher bekannten Fälle verteilen sich auf Sachsen, Thüringen, Berlin und Brandenburg. Die Beschwerden begannen überwiegend ab Dienstagabend, wie es hieß.

Nach Angaben des RKI handelt es sich um mindestens 4000 Fälle. Nach Recherchen der dpa in den einzelnen Bundesländern sind es hingegen rund 2500 Erkrankungen. In Brandenburg teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit, es seien landesweit etwa 1115 Fälle bekann geworden. In Sachsen wurden nach Ministeriumsangaben seit Wochenbeginn mehr als 600 Kinder mit Magen-Darm-Erkrankungen gemeldet. In Berlin sind der Senatsverwaltung zufolge in fünf Bezirken rund 400 Fälle gemeldet worden. In Thüringen erkrankten nach Angaben des Landratsamtes Saalfeld-Rudolstadt 340 Kinder.

Der Krankheitserreger ist noch nicht bekannt. Zur Vermutung, dass es sich um Noroviren handeln könnte, äußerte sich eine Sprecherin des RKI auf dpa-Anfrage nicht. Die zuständigen Gesundheits- und Lebensmittelbehörden würden intensiv zusammenarbeiten, hieß es. Neben dem RKI sind auch das Bundesinstitut für Risikobewertung und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit involviert.

Nähere Details zu dem Essens-Lieferanten wurden nicht mitgeteilt. Die Thüringer Behörden teilten mit, sie sähen keinen Anlass, den Betrieb zu schließen. In der Vergangenheit habe es nie Probleme gegeben. Vom Veterinäramt sei vorsorglich eine zusätzliche Reinigung und Desinfektion der betroffenen Produktionsstätte angeordnet worden.

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