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Tampa (dpa) Sturm «Isaac» wirbelt Romneys Wahlparteitag durcheinander

27.08.2012
Der Tropensturm «Isaac» wirbelt den Nominierungsparteitag des US-Republikaners Mitt Romney in Florida durcheinander. Zwar verschonte das Unwetter den Tagungsort in Tampa am Montag. Dennoch verkürzten die Republikaner das Vorwahl-Spektakel vorsorglich auf drei Tage.
Mitt Romney

Der US-Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney bei einem Wahlkampfauftritt. Foto: Erik S. Lesser  Bild: Foto: dpa

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Der Parteitag wurde am Montagnachmittag (Ortszeit) offiziell eröffnet, aber nach einem kurzen Zeremoniell sofort auf Dienstag vertagt. Dann soll der 65-jährige Ex-Gouverneur und Multimillionär offiziell als Herausforderer von Präsident Barack Obama für die Wahl Anfang November nominiert werden.

Die große Antrittsrede Romneys als Spitzenkandidat ist allerdings erst zum Abschluss am Donnerstag vorgesehen. Bereits nächste Woche halten Obamas Demokraten ihren Parteitag ab.

Die jüngsten Umfragen dürften Romney Auftrieb geben. Einer Erhebung der «Washington Post» und des TV-Senders ABC zufolge liegt Romney mit 47 zu 46 Prozent vor Obama. Vor allem beim Thema Wirtschaft trauen die Befragten Romney mehr zu. Allerdings liefern sich beide Kontrahenten seit Monaten ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Für Romney kommt es bei dem Parteitag vor allem darauf an, die eigene Basis zu mobilisieren. Er muss vor allem versuchen, die politischen Differenz zwischen der radikalen Tea-Party-Bewegung und den eher Moderaten zu überwinden. Zudem hat Romney nach Ansicht vieler Kommentatoren ein Imageproblem: Er gilt zwar als kompetenter Wirtschaftsmann, aber menschlich als eher hölzern und langweilig.

Parteichef Reince Priebus gab am Montag offiziell den Startschuss zu der Mammutveranstaltung. «Es ist mein Privileg, den nationalen Parteitag der Republikaner 2012 für eröffnet zu erklären», sagte er in der spärlich gefüllten Tagungsarena. Zugleich setzte er zwei gigantische Uhren in Gang, die die laufende US-Staatsverschuldung aufzeigen sollen. Demnach wuchs der Schuldenberg in den wenigen Minuten des Eröffnungszeremoniells allein um rund 13 Millionen Dollar (10,4 Millionen Euro).

Um den verlorenen Sitzungstag wettzumachen, haben die Organisatoren einige Reden gestrichen, andere werden gekürzt. Allerdings könnte der Tropensturm noch weiteren Ärger für die Republikaner bringen. «Isaac» bewegte sich am Montag weiter in Richtung auf die südliche US-Golfküste zu und könnte dabei zu einem Hurrikan anwachsen. Meteorologen befürchten, dass der Sturm am Dienstag oder Mittwoch auf die Küste Louisianas treffen könnte - sieben Jahren nach Hurrikan «Katrina», der damals Tod und Verwüstung in die Stadt New Orleans gebracht hatte.

«Ist Louisiana wieder im Visier oder gar New Orleans, wäre das neben der möglichen Tragweite für die betroffene Bevölkerung ein Schlag für die Republikaner», hieß es in einem Kommentar des Senders CNN. «Auf ihrem Parteitag soll Romney bejubelt werden. Darf man jubeln, wenn woanders Menschen vor einem Hurrikan zittern?»

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