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Politik Chefsache

Es war eine große Geste, es war eine wichtige Geste: Die Bundeskanzlerin bat die Opfer der Neonazi-Mordserie um Verzeihung. Für diese symbolische Verbeugung gebührt ihr Respekt.

Deutschland brauchte solch ein klares Bekenntnis gegen den Rechtsextremismus. Denn die Pannen der Verfassungsschützer, die die Gefahr aus der braunen Ecke nicht sahen, spiegeln nur wider, was auch die Gesellschaft dachte – dass von ein paar Spinnern keine Bedrohung ausgeht. Doch es sind mehr als ein paar wenige, die in ihrem Unbehagen gegen alles Fremde hetzen. Und ignorieren allein reicht eben nicht, wenn es um Fremdenfeindlichkeit, wenn es um Menschenfeindlichkeit geht. Deutschland muss ein Ort der Vielfalt und der Toleranz werden. Ethnische Monokulturen gibt es ohnehin nicht mehr.

Dass der Kampf gegen die Gewalttäter Chefsache ist, hat Angela Merkel mit ihrem Auftritt gezeigt. Jetzt müssen den Worten Taten folgen – die grausamen Verbrechen verdienen Strafe.

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