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Kommentar:  Wie am Pokertisch

19.02.2012
Zum Thema


Die Kanzlerin gibt nach, die FDP darf sich als Sieger fühlen. SÜDKURIER-Politikchef Dieter Löffler kommentiert.

Joachim Gauck also. Die Kanzlerin schluckt die größte Kröte ihrer Amtszeit, die FDP darf sich in der koalitionsinternen Kraftprobe als Sieger fühlen. Die Liberalen gingen aufs Ganze, um ihre Eigenständigkeit zu beweisen. Daher setzten sie bei der Suche nach einem Wulff-Nachfolger auf den Favoriten von Rot-Grün und riskierten den Bruch der Koalition. Ein Nervenkrieg wie am Pokertisch – und Merkel blinzelte zuerst. Für den Zustand ihrer Koalition lässt dieser Thriller tief blicken.

Dramatischer könnte der Start für den neuen Präsidenten nicht ausfallen. Genau diese Hintergrundgeräusche sind es, die viele Bundesbürger nerven: Laut Verfassung ist der Posten des Bundespräsidenten nicht für die Parteistrategen da, sondern für das große Ganze. Der Amtsinhaber soll die Republik repräsentieren – über alle Parteigrenzen hinweg. Gaucks wichtigste Aufgabe wird sein, Vertrauen zurückzugewinnen und dem obersten Amt im Staat die notwendige Autorität zurückzugeben. Das Zeug dazu hat er zweifellos.
Joachim Gauck
Frauen sind meist nachtragend
... und die Kanzlerin ganz besonders. ;o)))
Täuscht euch mal nicht.,
Die Kanzlerin gibt nach - ich lach mich schlapp.
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