Und das ist auch das Problem. Bisher haben die Parteienführer in Athen kaum mehr getan, als den Unterhändlern von Internationalem Währungsfonds, Europäischer Zentralbank und EU-Kommission ihr Versprechen zu geben, die drastische Sparliste umzusetzen. Bei allem Respekt vor diesem Entschluss: Solche Versprechen geben die Vertreter Athens seit drei Jahren in Brüssel ab. Dabei könnte man mit dem Geld, das seit Sommer letzten Jahres von Privatleuten ins Ausland geschafft wurde, das Land auf einen Schlag sanieren.
Die Geldgeber sind daher gut beraten, dafür zu sorgen, dass der Reformdruck nicht nachlässt. Mit den nächsten 15 Milliarden können die Hellenen eine Staatspleite verhindern. Um in den Genuss des zweiten 130-Milliarden-Paketes zu kommen, müssen die Regierenden aber noch zulegen. Aus Versprechen müssen Gesetze werden, die nicht nur auf dem Papier stehen.
