Politik Streiks im Flugverkehr: Überzogen
Passagiere an Deutschlands größtem Flughafen müssen sich auf einiges Ungemach gefasst machen. Die Gewerkschaft der Flugsicherung bestreikt Frankfurt. Bild: Foto: dpa
Und wieder ist es die Gewerkschaft der Flugsicherung. Erst vor wenigen Monaten drohte ein Chaos im Luftverkehr, weil sie einen Streik der Fluglotsen ankündigte. ööDer wurde in letzter Minute abgesagt. Jetzt geht es um die Flugzeugeinweiser, Vorfeldlotsen und Disponenten. Sie haben bereits Ende vergangener Woche gestreikt und wollen es heute wieder tun. Doch dieses Mal hat die mächtige Spartengewerkschaft die Verhältnismäßigkeit der Mittel völlig aus den Augen verloren. Schließlich werden mit dem Ausstand weite Teile des deutschen Flugverkehrs lahmgelegt. Und das nur, weil ganze 200 Beschäftigte mehr Geld wollen.
Abgesehen davon geht es in dem Arbeitskampf nicht um ein paar Prozent mehr Gehalt, sondern um richtig üppige Zuschläge. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport beziffert sie auf bis zu 70 Prozent mehr. Zuschläge, von denen Beschäftigte in anderen Branchen nicht mal zu träumen wagen. Verständnis für den Ausstand können die Streikenden da nicht erwarten.
