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Ob Sparkommissar oder Sperrkonto: Beide Vorschläge sind unfassbar. Denn diese Ideen laufen auf eine Erniedrigung Griechenlands zum EU-Protektorat hinaus.

Ohne Haushaltshoheit wäre jede griechische Regierung eine Marionette der EU-Kommission. Solches Droh-Potenzial macht nur dann Sinn, wenn es Teil einer längeren Strategie ist. Die gibt es tatsächlich, aber dabei geht es längst nicht mehr um die Rettung Griechenlands. Auch Merkel und Sarkozy wissen, dass eine Reformliste wie die der Troika politisch nicht durchsetzbar ist, ohne instabile Verhältnisse zu riskieren.

Athen hat sich in eine ausweglose Situation manövriert, der das Land nur noch durch einen Austritt aus der Währungsunion entfliehen kann. Der wachsende Druck der Euro-Partner geht deshalb klar in eine Richtung: Da die Währungsunion kein Mitglied ausschließen kann, muss man einen Wackelkandidaten so lange mobben, bis er freiwillig geht. Genau das geschieht jetzt.

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