Als präventive Maßnahmen empfehlen Experten den Eltern, Uhrzeiten abzusprechen, an denen die Jugendlichen zu Hause sein müssen. Sie sollten dann kontrollieren, in welchem Zustand sie nach Hause kommen. Wenn Jugendliche zu Hause erwartet werden, würden sie vorsichtiger mit Alkohol umgehen. Wenn das Kind regelmäßig Alkohol trinkt, sollten Eltern das Gespräch suchen, ihre Sorgen nennen und dem Jugendlichen klar machen, wie schädlich Alkoholkonsum ist. Wenn keine Kommunikation mehr möglich ist, sollten sie sich fachliche Hilfe holen.
2 Wo finden betroffene Eltern Hilfsangebote in der Region?
Erste Anlaufstelle für betroffene Jugendliche und Eltern sind die kommunalen Suchtbeauftragten.
Friedrichshafen: Annabel Eisele, Telefon 07541 / 2045121, E-Mail: annabel.eisele@bodenseekreis.de
Konstanz: Johannes Fuchs, Telefon 07531 / 8001782, E-Mail: johannes. fuchs@lrakn.de
Ravensburg: Christopher Schlegel, Telefon 0751 / 853120. E-Mail: christopher.schlegel@landkreis-ravensburg.de
Sigmaringen: Janine Stark, Telefon 07571 / 645337, E-Mail: SGA@ju-max.de
Tuttlingen: Jürgen Zinsmayer, Telefon 07461 / 9269145, E-Mail: j.zinsmayer@landkreis-tuttlingen.de
Villingen-Schwenningen: Roland Kurz.,Telefon 07721 / 87864617, E-Mail: roland.kurz@bw-lv.de
Waldshut-Tiengen: Wilfried Könnecker, Telefon 07751/ 864344, E-Mail: wilfried.koennecker@landkreis-waldshut.de
Internetadressen:
www.pille-palle.net, www.beratung-caritas.de/suchtberatung, www.polizei-beratung.de, www.kenn-dein-limit.info (für 16- bis 20-Jährige)
www.bist-du-staerker-als-alkohol.de (für unter 16-Jährige)
3 Wie macht das Saftmobil Jugendlichen Alkoholfreies schmackhaft?
Wie cool es sein kann, auf Alkohol zu verzichten, will die Rotary-Aktion „b.free“ mit dem Einsatz ihrer Saftläden zeigen. Die Saftläden sind mobile Bars, die an Veranstalter und Vereine ausgeliehen werden und an denen statt alkoholischen Getränken Saft-Drinks ausgeschenkt werden. Im Kreis Konstanz gibt es seit 2006 zwei Saftläden, für ein Saftmobil im Bodenseekreis werden derzeit Spenden gesammelt. „Wir wollen eine attraktive Alternative zu den sonst üblichen Ausschankangeboten bieten und Veranstalter und Besucher von Festen für den Jugendschutz sensibilisieren“, erklärt Johannes Fuchs, Suchtbeauftragter des Landkreises Konstanz und „b.free“-Geschäftsführer. Das Konzept geht auf: Die Konstanzer Saftläden waren 2010 über 200-mal im Einsatz. Fuchs: „Die Zahl der Anfragen nimmt zu, oft haben wir an den Wochenenden eine Überbuchung.“ (emb)
