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Berlin Nachfrage nach Waffen steigt: Grüne fordern strengeres Waffenrecht

Nach den Übergriffen auf Frauen an Silvester in Köln ist die Nachfrage nach frei verkäuflichen Waffen gestiegen. Nun haben die Grünen ein strengeres Waffenrecht gefordert. Bei Elektroschocker, Pfefferspray und Schreckschusspistolen sei das Waffenrecht zu lax. Die Polizeigewerkschaft widerspricht.

“Das Waffenrecht ist im Hinblick auf Schreckschuss-, Gas- und Signalwaffen zu lax“, sagte Mihalic den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Wochenende. Auch für den Kauf und Besitz solcher Waffen sollte künftig eine Berechtigung notwendig sein.

Nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln ist Medienberichten zufolge die Nachfrage nach frei verkäuflichen Waffen wie Elektroschockern, Pfefferspray sowie Gas- und Schreckschusspistolen deutlich gestiegen.

"Der Wilde Westen ist nicht unser Leitbild"

Mihalic sagte, es müsse in jedem Fall verhindert werden, dass die Menschen sich verstärkt bewaffnen würden, um die Dinge selber in die Hand zu nehmen. “Der Wilde Westen ist nicht unser Leitbild.“ Es müsse dafür gesorgt werden, dass die Polizei das Gewaltmonopol des Staates durchsetzen könne.

Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, lehnt hingegen eine Verschärfung des Waffenrechts ab. “Der Staat muss das subjektive Gefühl für Sicherheit stärken“, sagt Wendt den Funke-Zeitungen. “Und das geht nur mit mehr Polizei auf der Straße.“ Wer meine, eine Schreckschusswaffe zu brauchen, der solle sie sich kaufen. “Ich kritisiere das nicht“, sagte Wendt. Im entscheidenden Moment könne ein Laie allerdings meist weder einen Pfefferspray richtig bedienen noch eine Schreckschusswaffe.

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