Bad Reichenhall Linke: Sexuelle Übergriffe bei Gebirgsjägern kein Einzelfall

Die mutmaßlichen sexuellen Übergriffe bei den Gebirgsjägern der Bundeswehr im oberbayerischen Bad Reichenhall sind nach Auffassung der Linkspartei im Bundestag keine Einzelfälle.

Die Übergriffe offenbarten „ein systemisches Problem bei der Bundeswehr“, erklärte die verteidigungspolitische Sprecherin der Fraktion, Christine Buchholz, am Dienstag. Zwischen 2015 und 2016 sei die Zahl der beim Wehrbeauftragten gemeldeten sexuellen Belästigungen um 50 Prozent gestiegen. „Die Gebirgsjäger in Bad Reichenhall machen nicht zum ersten Mal Negativschlagzeilen. Das wirft die Frage nach einem Eigenleben in diesem Teil der Truppe auf. Die Bundesregierung muss die Zustände gründlich untersuchen.“

Einem Schreiben des Verteidigungsministeriums zufolge ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen 14 Soldaten. Der betroffene Soldat wandte sich im Oktober 2016 an den Wehrbeauftragten. Die Mobbing-Vorfälle ereigneten sich zwischen November 2015 und September 2016. Zuvor war das Ausbildungszentrum im baden-württembergischen Pfullendorf wegen demütigender Aufnahmerituale und entwürdigender Behandlungen in die Kritik geraten.

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