Politik Konflikte, Krisen, Kriegsgefahr: Die Brennpunkte auf dem Balkan

Auch knapp zwei Jahrzehnte nach dem Ende der Balkankriege sind die eingefrorenen und potenziell bedrohlichen Probleme nicht weniger geworden.

- Der Kosovo-Konflikt: Die serbische Minderheit in dem seit sechs Jahren unabhängigen Staat mit albanischer Mehrheit ist nicht integriert. Fünf der 28 EU-Mitglieder verweigern die Anerkennung des jüngsten Staates in Europa.
 
- Bosnien-Herzegowina steckt durch die nicht funktionierende Verfassung in der Sackgasse und scheint unregierbar.
 
- Mazedonien wird durch Griechenland bei seiner Annäherung an die EU und Nato blockiert. Das Land ist gelähmt durch tief verfeindete politische Lager und nationalen Streit bis hin zu bewaffneten Konflikten.
 
- Serbien ist ohne funktionierende staatliche Institutionen mit dem alles beherrschenden Regierungschef Aleksandar Vucic an der Spitze.
 
- Montenegro sehen Kritiker im Besitz weniger Familien unter Führung des seit 24 Jahren alles beherrschenden heutigen Regierungschefs Milo Djukanovic.
 
- Albanien verharrt immer noch mehr in Clan- als in rechtsstaatlichen Strukturen. Zum Teil bis aufs Messer verfeindete Politfraktionen schrecken auch vor Gewalt nicht zurück.
 
- Die Korruption beherrscht alle Länder. Die Wirtschaft ist daher schwach. Breite Schichten der Bevölkerung sind verarmt. Seit Jahren werden die Balkanstaaten durch die massive Abwanderung ihrer gut ausgebildeten Bewohner nach Westen immer weiter geschwächt.

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