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Ankara Erdogan kehrt an die Spitze der Regierungspartei AKP zurück

Recep Tayyip Erdogan nimmt am Sonntag wieder die Spitzenposition in der Regierungspartei-AKP ein. Das im April mit knapper Mehrheit angenommene Referendum erlaubt es dem türkischen Präsidenten künftig wieder die Rolle des Parteivorsitzenden zu übernehmen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kehrt am Sonntag an die Spitze seiner regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) zurück. Die AKP will Erdogan bei einem Sonderparteitag in Ankara wieder zu ihrem Parteivorsitzenden wählen. Die umstrittene Verfassungsänderung, die bei dem Referendum vom 16. April mit knapper Mehrheit angenommen wurde, erlaubt es dem Präsidenten künftig, wieder einer Partei anzugehören.

Erdogan hatte die AKP 2002 mitbegründet, die Partei aber verlassen müssen, als er im August 2014 an die Staatsspitze gewählt wurde, da die Verfassung den Präsidenten zur Neutralität verpflichtete. Erdogan ist nun einziger Kandidat für den Vorsitz.

Die Rückkehr an die Parteispitze bei gleichzeitiger Präsidentschaft dürften seine Kritiker als Bestätigung für ihre Überzeugung sehen, dass der islamisch-konservative Erdogan eine autoritäre Alleinherrschaft anstrebt.

 

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