Der Toypudel „Monarch“ sprang von einer Bank, stieß sich den Kopf und wurde ohnmächtig, wie der Sender am Mittwoch mitteilte. Das Tier sei umgehend tiermedizinisch versorgt worden, habe aber nicht mehr gerettet werden können.
„Monarch“ war mit weiteren Hunden für die sogenannte Hundehaarwette im Saal gewesen. Dabei musste die aus Niederbayern stammende Kandidatin Monika Thaler Proben von Hundehaar mittels Ertasten der richtigen Rasse zuordnen.
Das ZDF zeigte sich bestürzt über den Unfall: „Wir bedauern diesen Vorfall außerordentlich, die Besitzerin hat im Nachgespräch den Vorfall ebenfalls als einen unglücklichen Unfall bezeichnet“.
Tierschutzbund: Tiere gehören nicht auf die Bühne
Der Hund habe zuvor bereits an Ausstellungen teilgenommen und sei daher viele Menschen und Scheinwerferlicht gewöhnt gewesen. „Im Vorfeld wurde mit allen Hundebesitzern ausführlich gesprochen und abgeklärt, dass die Hunde einer solchen Situation gewachsen sind“, hieß es.
Der Tierschutzbund kritisierte die Entscheidung des ZDF, Hunde für die Wette auf die Bühne zu holen. „Die Wette hätte auch ohne Tiere im Saal funktioniert“, teilte die Organisation mit.
Der Tod des Pudels sei „einmal mehr ein Beweis, dass Tiere nicht auf die Bühne gehören“. Publikum, grelles Licht und ein hoher Geräuschpegel seien keine geeignete Umgebung. Der Unfall müsse aufgeklärt werden. „Wir befürchten, dass der Stress eine Rolle gespielt hat.“
Auch die Tierschutzorganisation Peta (People for the Ethical Treatment of Animals) hat sich mit einem Schreiben an das ZDF gewandt. "Tiere gehören nicht in eine Unterhaltungssendung", so Peta-Vertreter Peter Höffken. "Der Auftritt im Studio mit grellem Licht, Lärm und Hunderten von Zuschauern kann auch stresserprobte Tiere stark belasten."