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Leute Whitney Houston: Genie ohne Talent

13.02.2012


Der Ruhm wurde zur Last - SÜDKURIER-Politikredakteur Uli Fricker kommentiert den Tod Whitney Houstons.
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Musik ist die gewaltigste aller Illusionen. Wer sie beherrscht, kann fremde Herzen erobern – und sich nebenbei ein Vermögen verdienen. Whitney Houston war wie wenige Menschen mit einer begnadeten Stimme beschenkt worden. Damit surfte sie über drei Oktaven, dazu kam ihr eleganter Auftritt als junge Künstlerin. Wie viele Musiker scheiterte die farbige Soul-Diva am Leben nach der Show. Der Ruhm wurde zur Last, das schnell verdiente Geld zum Konsumkäfig. Sie war ein Genie ohne Talent.

Wie andere genialische Sänger auch zerbrach die erfolgreiche Diva an den beiden Hälften ihres Lebens. Kunst und Realität gehen nicht zusammen. In ihrem Alltag hatte Houston eben keinen Bodyguard, der sie vor den Unbilden der Welt und vor sich selbst schützte. Dazu kommen die brutalen Gesetze der Popbranche: Nirgends ist mehr falscher Glamour und splitternder Glitzer. Doch, etwas überlebt – ihre Musik. Diese grandiose und tröstliche Illusion bleibt den Fans dieser Stimme.



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