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04.02.2013  |  von  |  0 Kommentare

Leute Beyonce beweist es „live“ allen

Sängerin Beyoncé Knowles begeistert bei ihrem Super Bowl-Auftritt und zeigt es nach ihrem Playback-Auftritt ihren Kritikern. In diesem Jahr kommt die Sängerin auch nach Deutschland.

Zuerst gab es Kritik, jetzt feiert Amerika Beyoncè: Die Sängerin überzeugte beim Super-Bowl-Auftritt.  Bild: AFP



Amerika ist verzückt von Beyoncé Knowles: Mit einem fulminanten Auftritt beim Super Bowl hat die Sängerin Millionen Football-Fans und Fernsehzuschauer begeistert. Im knappen Lederkostüm und kniehohen Stiefeln betrat die 31-Jährige in der Halbzeit die Bühne im ausverkauften Superdome von New Orleans. Mit einer atemberaubenden Show bewies sie, dass sie sehr wohl live singen kann.

Nach dem Playback-Auftritt bei der Amtseinführung von US-Präsident Barack Obama am 21. Januar hatte die Sängerin noch viel Kritik und Spott einstecken müssen, Boulevard-Blätter sprachen von „schockierenden“ Nachrichten. Beyonce selbst brach erst vergangene Woche ihr Schweigen zu den Playback-Vorwürfen: „Ich bin eine Perfektionistin. Ich übe, bis mir die Füße bluten“, verriet sie in einem Interview. Wegen zu wenig Zeit für Tonproben habe sie sich schließlich auf ein Playback verlassen: „Ich hätte mich nicht wohlgefühlt, live zu singen.“

Eine ehrliche Antwort von einem Multitalent: Beyoncé hat 16 Grammys, ist vielfache Millionärin, hat eine eigene Modelinie, wurde zur schönsten Frau der Welt ernannt und ist Mutter – und all das mit Anfang 30. Beyoncé Knowles ist gleich in vielerlei Hinsicht ein Star. Mit ihren beiden Mega-Auftritte in diesem Jahr eifert sie Sängerin Madonna nach, die 2012 beim Super Bowl sang.

Die beiden Musikerinnen verbindet vieles: Sie kommen aus einfachen Familien, in denen harte Arbeit geschätzt wurde. Beide sind ähnlich erfolgreich, aber finanziell hat Knowles Madonna längst hinter sich gelassen: Auf der Liste der Showfrauen sieht das Wirtschaftsmagazin „Forbes“ die Texanerin nach Talkmasterin Oprah Winfrey mit 87 Millionen Dollar Jahreseinkommen auf Platz zwei. Madonna belegt Platz 5.

Angefangen hat Beyoncés Bilderbuch-Karriere mit Girl's Tyme – da war Beyoncé gerade einmal acht Jahre alt. Aus der Mädchenband wurde Destiny's Child und die Sängerinnen Beyoncé Knowles, Kelly Rowland und Michelle Williams wurden zu Weltstars. Die drei verkauften mehr als 50 Millionen Platten. Ihr letztes Album hieß „Destiny Fulfilled“ – und tatsächlich hatte sich das Schicksal der Band erfüllt, denn 2005 löste sich das Trio auf.

Alle drei Sängerinnen hatten schon zuvor Soloalben veröffentlich, aber Beyoncé ließ alle hinter sich. Gut 75 Millionen Platten hat sie bisher verkauft, in einigen Rang- und Hitlisten liegt sie ganz vorn. So ist sie für das „Forbes“-Magazin Platz 1 der 100 einflussreichsten Musiker und in der Liste der „100 größten Künstler aller Zeiten“ des amerikanischen Musiksenders VH1. Und auf ihrem Kaminsims stapeln sich die Preise: Neben 16 Grammys und 12 MTV Video Music Awards stehen dort auch noch viele andere Trophäen.

Die 31-Jährige schauspielert, wenn auch mit mäßigen Erfolg. Immerhin reichte es einmal für zwei Golden Globes: In dem Film „Dreamgirls“ spielte sie eine Sängerin, die schon als Kind mit Freundinnen eine Band gründet und später solo erfolgreich wird: Es ist die Geschichte von Diana Ross und den Supremes, könnte aber auch die von Knowles und Destiny's Child sein.

Beyoncé ist ein Markenartikel, der nicht nur für Musik und Film steht, sondern auch für Parfum und Mode, Kosmetik und Schmuck und sogar Videospiele. Bei der Modelinie hilft die Mutter, der wichtigste Mensch im Leben, noch vor Ehemann Jay-Z, ist aber ihre Tochter Blue Ivy: Das Mädchen kam vor einem Jahr zur Welt. Dafür hatten die Eltern eine ganze Etage eines Krankenhauses gemietet und sich so den Unmut anderer Gebärender zugezogen. Andererseits: Knowles veröffentlichte die ersten Bilder ihrer Tochter für alle im Internet – andere Prominente verkaufen sie für Millionen.

Bisher verlief das Leben der Beyoncé Knowles auf der Überholspur und da fährt sie noch weiter. Die Mega-Auftritte vor Obama und im Stadion waren nur der Beginn des Jahres. Was noch auf dem Plan steht: Destiny's Child kommen wieder. „Ich bin so stolz, dass ich den ersten eigenen Destiny's-Child-Song seit acht Jahren ankündigen kann!“, schrieb sie vor einigen Wochen auf ihrer Website. Das neue Album erschien am 29. Januar, neben alten Superhits ist nur der Song „Nuclear“ neu.

Und damit ist noch immer nicht genug: Auf ihrer Homepage verkündete die Grammy-Preisträgerin, von April an auf Welttournee zu gehen. Auch Deutschland stattet sie einen Besuch ab: Auf ihrer einjährigen „The Mrs. Carter Show“-Welttournee macht sie am 22. Mai in München und am 24. Mai in Berlin Station. (dpa)

Video von Beyoncés Auftritt beim Super Bowl:

www.suedkurier.de/leute
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