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Leute Auf der Erfolgswelle

12.06.2012
Kay One hat ein Lied zur Fußball-EM geschrieben. Der Rapper aus Ravensburg ist jetzt ohne Bushido unterwegs.

Mit seinem neuen Song will Rapper Kay One Deutschlands Nationalelf motivieren.  Bild: Wohlfahrt, dpa (3)

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Kaum ist die Fußball-Europameisterschaft 2012 angepfiffen, schlägt die Euphorie schon wieder beachtliche Wellen. Besonders die deutschen Musiker sind es, die zu diesem sportlichen Anlass ihre Stimmen erheben und mit ihren Songs die deutschen Nationalspieler mit einer musikalischen Woge der Begeisterung unterstützen wollen. Der in Friedrichshafen geborene und in Ravensburg aufgewachsene Rapper Kay One scheint besonders unter Fußball-Fieber zu leiden.

Er griff zum Stift und brachte mit „Finale, wir kommen!“ den Song zu Papier, der die deutsche Nationalelf bei der EM anspornen soll. Auf Wunsch des mit ihm befreundeten Nationalspielers Sami Khedira hatte Kay One bereits 2010 gemeinsam mit Bushido den Motivations-Song „Fackeln im Wind“ für die WM in Südafrika produziert. Vor jedem Anpfiff ertönten dort in der Kabine die Zeilen: „Wir hol'n uns den Pokal und das zum vierten Mal. (…) Die Mannschaft, sie steht, wie Fackeln hier im Wind. Olé olé olé!“ Nun hat Kay One für die deutsche Nationalmannschaft und die Fans erneut einen Stimmungsmacher produziert.


 

„Der Song soll die Spieler bei der EM motivieren und bei den Fans für Stimmung sorgen. Die ganze Nation steht hinter der Mannschaft“, erklärt der fußballbegeisterte Rapper. Die Stuttgarter Fanmeile, Vater und Sohn beim Kicken, schwarz-rot-goldene Fahnen und Blumenketten – beim Videodreh legte Kay One besonderen Wert darauf, die begeisterte Stimmung einzufangen. Zu hoffen bleibt nun, dass sich Jogis Jungs die Botschaft des Songs zu Herzen nehmen. 2010 rappte Kay One die Nationalelf mit „Fackeln im Wind“ ja immerhin bis ins Halbfinale des Turniers.

Während „Fackeln im Wind noch in Zusammenarbeit mit Bushido entstanden war, ist Kay One nach geschäftlichen Differenzen mittlerweile als Solo-Künstler unterwegs. „Wenn man trotz jahrelanger Loyalität, Freundschaft und guter Arbeit nicht gerecht behandelt wird, muss sich ein Bushido nicht wundern, wenn dann auch der letzte von etlichen ersguterjunge-Künstlern seine Koffer packt“, begründet der 27-Jährige, der eigentlich Kenneth Glöckler heißt, den Schlussstrich.

Statt in Berlin lebt er inzwischen in Stuttgart – und ist der Bodensee-Region damit wieder ein Stück näher gekommen. Trotz des Bruchs mit seinem einstigen Mentor sonnt sich der philippinisch-stämmige Rapper im Rampenlicht. Mit seinem zweiten Solo-Album „Prince of Belvedaire“ schaffte er es in den Album-Charts auf Anhieb auf Platz vier. Die nächste musikalische Großoffensive ist der Song „Dancing in London“ (mit Patrick Miller). Auch im Fernsehen wird Kay One bald zu sehen sein: Am 17. Juni hat er in der ARD-Serie „Lindenstraße“ einen Gastauftritt.

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