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Weltspiegel Bunte Ostergrüße

Bei der diesjährigen Eiersuche ist das Wetter wechselhaft. Kurz vor dem Fest gibt es jedoch einige Lichtblicke.  Wann der Frühling kommt und wo die Sonne scheint.

Eigentlich müsste die Ostereiersuche in diesem Jahr um einen Tag vorverlegt werden. Denn nach dem eher regnerischen Karfreitag wird das Wetter am Ostersamstag deutschlandweit am schönsten und sonnigsten. Zwar ist es heute anfangs noch stark bewölkt, es bleibt aber weitgehend trocken. Die Temperaturen steigen bis auf frühlingshafte 16 Grad im Breisgau. Vor allem nachmittags scheint im ganzen Land die Sonne, nachdem es am Morgen im Südosten noch leicht regnen oder schneien kann. Ein erster Osterspaziergang ist dann aber am Nachmittag bei 11 bis 16 Grad überall drin.

Das Problem: Das war es dann aber wohl schon wieder mit dem frühlingshaften Wetter. Denn am Ostersonntag wird es laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor allem nachmittags regnerisch. Zwar startet der Sonntag oft noch recht freundlich. Von Westen ziehen aber schon morgens Wolken und Regen herein. Trocken bleibt es, trotz zunehmender Bewölkung, nur im Osten und Südosten. Für den Ostermontag sieht es nicht viel besser aus. Laut DWD wird es heiter bis wolkig. Vor allem im Westen und Nordwesten soll es Regnen. Was also tun?

Wer sich nach mehr Sonne und Wärme sehnt, dem bleibt aktuell wohl nur eines übrig: Er muss das Weite suchen. In Spanien klettern die Temperaturen dieser Tage schon auf komfortable 20 Grad. Für Blumenliebhaber ist Japan ein gutes Ziel. Dort blühen neben den berühmten Kirschblüten auch leuchtend-gelbe Kreuzblütler. Sie sind ein wunderschöner Farbtupfer in der Landschaft. Noch wärmer und sonniger wird es, wenn man nach Thailand reist. In der Hauptstadt Bangkok liegen die Temperaturen aktuell zwischen 29 und 35 Grad. Zum Trost sei jedoch gesagt, dass auch dort einzelne Wolken den blauen Himmel verdecken.

Damit sich die Sonne auch hier endlich öfter blicken lässt, wird dieser Tage in vielen Orten ein Osterfeuer entzündet. In heidnischer Zeit wurde den Flammen eine erneuernde Kraft zugeschrieben. Das Ziel: Das Feuer sollte den Winter vertreiben. Traditionen großer Feuer zum Frühlingsbeginn sind hierzulande seit Jahrtausenden überliefert. Mit der Christianisierung Mitteleuropas wurde der heidnische Kult von der Kirche umgedeutet. Das Feuer stand nun für die Freude über die Auferstehung Jesu, das „Licht der Welt“. An gesegneten Osterfeuern wird die Osterkerze als Licht Christi entfacht und in die noch dunkle Kirche getragen.

In die Kirche gehen an Ostern übrigens nur wenige Deutsche – und das obwohl zumindest für Katholiken Ostern der höchste Feiertag ist. In einer repräsentativen Studie des Meinungsforschungsinstituts YouGov gaben drei Viertel der Befragten an, keinen Gottesdienst zu Ostern besuchen zu wollen. Allerdings lockt demnach auch die eher weltliche Eiersuche nur eine Minderheit. Nur 31 Prozent der befragten Erwachsenen gaben an, dass sie Eier suchen werden. 62 Prozent verneinten dies ganz. Der Vorteil: Für diese Gruppe ist das schlechte Wetter am Ostersonntag vielleicht gar kein großes Problem.

Allzu lange müssen wir aber wohl ohnehin nicht mehr auf den Frühling mit seinen bunten Blüten warten. Denn nach der zwischenzeitlichen Stagnation der Pflanzenentwicklung kommt die Natur laut DWD in den nächsten Wochen in Schwung. Wichtige Frühlingsboten sind die Blüte von Forsythien und Apfelbäumen. Die Forsythienblüte hat in den Niederungen im Südwesten Deutschlands vereinzelt schon Ende Februar begonnen und damit das Startsignal gegeben. Aufgrund der kühlen Witterung kam sie im Verlauf des März nur sehr zögerlich voran. In der ersten Aprilwoche erwarten die Agrarmeteorologen des DWD den Beginn der Süßkirschenblüte. Eins ist also sicher: Der Frühling kommt – und damit auch die Frühlingsgefühle.

Der Frühling lässt auf sich warten? Was Sie bei schlechtem Wetter in der Region tun können: www.suedkurier.de/plus

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