Das Buch „Der Kulturinfarkt“ hat die öffentliche Finanzierung des Kulturwesens ins Gerede gebracht. Es ist indes kaum möglich, Kultureinrichtungen miteinander zu vergleichen. Die Württembergischen Staatstheater in Stuttgart und das Kulturzentrum GEMS in Singen sind Beispiele für kleine und große Institutionen.
Personal: Viele Häuser der Hochkultur brauchen sehr viel Personal, etwa Orchester, Chöre und Bühnentechniker. Die Württembergischen Staatstheater in Stuttgart haben laut Theaterstatistik des Bühnenvereins 1340 Mitarbeiter (Stand 1. Januar 2010). Die Singener GEMS kommt mit zehn fest angestellten Mitarbeitern und zwei Honorarkräften aus. Dazu kommen 33 Aushilfen und viele ehrenamtliche Helfer.
Veranstaltungen: Ein Großbetrieb wie die Württembergischen Staatstheater stemmt wesentlich mehr Veranstaltungen als ein Kulturzentrum. Für das Stuttgarter Haus weist die Statistik 842 Veranstaltungen in der Spielzeit 2009/2010 aus. Das Kulturzentrum GEMS bringt es im Jahr 2011 auf 342 Veranstaltungen.
Zuschauer: Dem Finanzbedarf entspricht auch die Zahl der Zuschauer. Laut Theaterstatistik hatten die Württembergischen Staatstheater in der gesamten Spielzeit 2009/2010 knapp eine halbe Million Zuschauer. Die GEMS hatte 2011 knapp 48 000 Zuschauer.
