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29.01.2011  |  von  |  0 Kommentare

Kultur Rein in die moderne Kunst

In Konstanz geht es um die Avantgarde, in Bregenz um Archivierung der eigentlichen Kunst – ein Blick auf das erste Halbjahr 2011



Rein in die moderne Kunst

Manch ein Kunstkopf wird unterschätzt – so geschah es auch Adolf Hölzel (1853–1934). Eine Ausstellung des „behutsamen Avantgardisten“ gemeinsam mit Willi Baumeister, Oskar Schlemmer und anderen Künstlern zeigt das Städtische Museum Engen und seine Galerie ab 1. März. Die Vernissage ist bereits am 27. Februar (bis 29. Mai, www.engen.de). Ergänzend zu Engen zeigt die städtische Wessenberg-Galerie Konstanz ebenfalls Hölzel: „Auf eigenen Wegen. Adolf Hölzel und seine Schweizer Schüler“ (20. Februar bis 8. Mai, www.konstanz.de/wessenberg). Beide Events gelten als ein erster Höhepunkt im regionalen Ausstellungsleben des Jahres 2011. Nicht zu unterschätzen ist aber auch die zweite Ausstellung der Wessenberg Galerie. Sie gilt dem Konstanzer Maler Otto Adam, der in diesem Jahr seinen 110. Geburtstag gefeiert hätte; Amelie von Platen, Konstanzer Kunsthistorikerin mit Lebenswohnsitz in St. Moritz, veröffentlicht zeitgleich eine Monografie über den Künstler (21. Mai bis 28. August).

Der Friedrichshafener Kunstverein widmet sich unter dem Titel „Der elektrische Körper“ der Künstlerin Heike Aumüller. Von ihr kennt man inszenierte Alltagsgegenstände wie leer stehende Wohnungen (bis 6. März 2011; www.kunstverein-friedrichshafen.de). Überlingen bereitet sich auf die große Sommerausstellung 2011 vor: Vom 16. Juli bis 9. Oktober zeigt die Städtische Galerie mittelalterliche Mosaikkunst aus dem Vatikan und dem Petersdom (www.staedtischegalerie.de). Das Kunstmuseum Singen hat 2010 sein 20-jähriges Bestehen gefeiert, der Kunstverein wurde 50. Unter dem verkaufsfördernden Arbeitstitel „Alles muss raus“ zeigt das Kunstmuseum nun die „ganze Sammlung“ (11. Februar bis 3. April; www.kunstmuseum-singen.de). Interessant auch die nächstfolgende Ausstellung, sie gilt Jan Peter Thorbeke (16. April bis 29. Mai).

Julia von Troschke druckt, malt, stempelt, näht, stickt und collagiert nach dem Vorbild des Dadaismus. Zu sehen gibt es ihre Werke in der Städtischen Galerie Tuttlingen (6. Mai bis 5. Juni; www.tuttlingen.de/galerie). In Villingen-Schwenningen ist die Sammlung „abstrakt, konkret und gegen den strich“ von Felix Schlenker in der städtischen Galerie zu sehen (ab 6. Februar bis 27. März; www.villingen-schwenningen.de/kultur). Im Kunstraum Grässlin in St. Georgen sind seit 2010 die Werke von Albert Oehlen zu sehen. Das kleine, aber feine Museum ist immer einen Besuch wert (bis 19. Juni; www.sammlung-graesslin.eu). In Freiburg gibt es im Städtischen Museum die Ausstellung „Freiburg baroque. Johann Christian Wentzinger und seine Zeit“ zu sehen ( bis 6. März; www.freiburg.de). Im Museum für Neue Kunst gibt es etwas für Liebhaber der modernen Kunst: die Ausstellung „Farbwelten.Von Monet bis Yves Klein. Werke der klassischen Moderne aus den Kunstmuseen Krefeld“ (bis 30. Januar, www.freiburg.de).

Verlassen wir den Schwarzwald in Richtung Vorarlberg und Schweiz: Ums Sammeln, Archivieren und Präsentieren von Materialien geht es in der Ausstellung „KUB Arena Living Archives“ im Kunsthaus Bregenz. Gezeigt werden Arbeiten von Michael Heiman, Hannah Hurtzig und Katrin Mayer. Zeitgleich dazu werden auch Arbeiten der 1971 in Seoul geborenen Künstlerin Haegue Yang ausgestellt (bis 3. April; www.kunsthaus-bregenz.at).

Der Kunstverein St. Gallen zeigt die „Sehnsucht Süden“, Bilder von Arnold Böcklin (1827–1901). In Böcklins Gemälden treiben Götter und Nymphen ihr Unwesen. (5. Februar bis 19. Juni; www.Kunstmuseumsg.ch). Eine Kommunikation anderer Art führen Patientinnen und Patienten der Pflegeanstalt Rheinau. In Winterthur wird die große Ausstellung zur Wiedereröffnung des Kunstmuseums „Die Natur der Kunst – Begegnungen mit der Natur vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart“ gezeigt. Zu bestaunen sind Gemälde und Zeichnungen von der französischen Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts über die klassische Moderne bis hin zur Gegenwart. Danach geht es mit einer Werkschau des italienischen Künstlers Fausto Melotti (1901–1986) weiter. Zu seinen Arbeiten gehören Skulpturen aus Metalldrähten (bis 27. Februar; www.kmw.ch).

Mit der Frage nach dem guten Geschmack beschäftigt sich das Gewerbemuseum in Winterthur : „Böse Dinge. Positionen des (Un)Geschmacks“ (bis 31. Juli; www.gewerbemuseum.ch). Noch bis zum 29. Mai zeigt die Winterthurer Villa Flora Werke von Cuno Amiet, Giovanni Giacometti, Ferdinand Hodler und Félix Valloton (www.villaflora.ch). Das Museum zu Allerheiligen zeigt noch bis 21. August Stadtansichten und Darstellungen des Rheinfalls vom 16. bis 21. Jahrhunderts (www.allerheiligen.ch). Ein Tipp noch für skifahrende Kunstfreunde: Das Kirchner Museum in Davos präsentiert bis zum 3. April „Schneeberge, Wolkenschönheit, Wettertannen“ von Emil Nolde (www.kirchnermuseum.ch).

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