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München/Hamburg (dpa) Jüdischer Friedhof in Hamburg soll Welterbe werden

25.07.2012
Bayern will die berühmten Königsschlösser Ludwigs II. auf die Unesco-Welterbeliste bringen. Insgesamt geht der Freistaat mit vier neuen Vorschlägen ins bundesweite Rennen um die Aufnahme in die Liste.
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Neben den Schlössern Linderhof, Neuschwanstein und Herrenchiemsee sind dies der Saal der Nürnberger NS-Kriegsverbrecherprozesse, die alpinen und voralpinen Wiesen- und Moorlandschaften sowie die Bauten der Augsburger Wasserwirtschaft.

Aus Hamburg sollen ein jüdischer Friedhof und eine Sternwarte Unesco-Welterbe werden. Diesen Vorschlag machte die Hansestadt Hamburg nach Angaben vom Dienstag. Das vor vierhundert Jahren angelegte Gräberfeld im Stadtteil Altona gilt als einer der bedeutendsten jüdischen Friedhöfe der Welt. Die Hamburger Sternwarte in ihren Jugendstil-Gebäuden gibt es seit 100 Jahren am Standort Bergedorf.

Die Vorschläge gehen an die Kulturministerkonferenz der Länder. Diese entscheidet dann darüber, welche deutschen Stätten sie auf die nächste Vorschlagsliste an die Unesco setzt. Auf der Welterbeliste stehen 37 Denkmäler in Deutschland.

Eine Kommission bewertete die Königsschlösser Ludwigs II. als «gebaute Träume des Historismus». Der Gerichtssaal 600 in Nürnberg wurde als «Geburtsstätte des Völkerstrafrechts» ausgewählt, weil dort erstmals ein internationales Gericht über die ehemalige Staatsspitze eines einzelnen Landes urteilte.

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