Der 1930 als Heinz Friedländer in Berlin geborene Historiker wurde aufgrund seiner jüdischen Herkunft von den Nationalsozialisten unter anderem in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert, überlebte aber gemeinsam mit seinem Vater. 1947 wanderte Friedländer in die USA aus und studierte Geschichtswissenschaften. Danach widmete er sich als Professor der Judaistik an der New Yorker City University der Erforschung des Holocaust.
In seinem 1995 erschienenen und zum Standardwerk gewordenen Buch «Der Weg zum NS-Genozid. Von der Euthanasie zur Endlösung» untersuchte Friedlander erstmals den Zusammenhang zwischen der nationalsozialistischen Euthanasie und dem Holocaust. Zwischen 2001 und 2007 war er Vorsitzender einer Expertenkommission für die Neugestaltung der Gedenkstätte Bergen-Belsen in Niedersachsen.
