Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre für herausragende Forschungsleistungen im Bereich der historischen Geisteswissenschaften oder in benachbarten Fachgebieten vergeben. Der Preis wird am 29. Oktober in Düsseldorf verliehen.
Osterhammel (60) hat Standardwerke zur europäischen und asiatischen Geschichte seit dem 18. Jahrhundert verfasst. Großes Lob erhielt vor allem sein Buch «Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts» (2009). Osterhammels Monographien wurden auch ins Chinesische, Japanische, Koreanische und Englische übersetzt.
Nach Ansicht der Jury unter Vorsitz des Literaturwissenschaftlers Wolfgang Frühwald hat der mehrfach ausgezeichnete Osterhammel entschieden dazu beigetragen, in der deutschen Geschichtswissenschaft die «welthistorische Perspektive» wiederzugewinnen. Der 1952 in Wipperfürth geborene Osterhammel lehrt nach Stationen in London, Freiburg und Genf seit 1999 an der Universität Konstanz.
Die Gerda Henkel Stiftung wurde 1976 von Lisa Maskell zum Gedenken an ihre Mutter Gerda Henkel als gemeinnützige Stiftung gegründet. Ausschließlicher Stiftungszweck ist die Förderung der Wissenschaft. Die Stiftung förderte seit ihrer Gründung weltweit rund 6000 Forschungsvorhaben mit etwa 100 Millionen Euro. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem die Islamwissenschaftlerin Gudrun Krämer und der Soziologe Richard Sennett.
