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Köln (dpa) «Glanz der Kaiser von China» in Köln

19.10.2012
Unnahbar sitzt er da, der junge Kaiser Qianlong. Das schmale Augenpaar nach vorne gerichtet, die geschwungenen Lippen geschlossen.
Ausstellung 'Glanz der Kaiser von China'

Eine Stupa aus Bronze. Foto: Oliver Berg  Bild: Foto: dpa

Ausstellung 'Glanz der Kaiser von China'

Ofizielle Portraits verschiedener chinesischer Kaiser. Foto: Oliver Berg  Bild: Foto: dpa

Ausstellung 'Glanz der Kaiser von China'

Ein Thronensemble. Foto: Oliver Berg  Bild: Foto: dpa

Ausstellung 'Glanz der Kaiser von China'

Ein Thronsessel mit Fußbank aus Hirschgeweih. Foto: Oliver Berg  Bild: Foto: dpa

Ausstellung 'Glanz der Kaiser von China'

Eine vierseitige Standuhr. Foto: Oliver Berg  Bild: Foto: dpa

Ausstellung 'Glanz der Kaiser von China'

Ein Glockenspiel. Foto: Oliver Berg  Bild: Foto: dpa

Ausstellung 'Glanz der Kaiser von China'

Die Offizielle Staatsrobe von Kaiser Kangxi. Foto: Oliver Berg  Bild: Foto: dpa

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Keine noch so kleine Emotion verrät das jungenhafte Gesicht. In eine gelbe, mit prunkvollen Drachenmotiven bestickte Staatsrobe gehüllt, wird er fast eins mit dem vergoldeten Löwensessel, auf dem er thront.

Zu sehen ist das Porträt des Qianlong bis zum 20. Januar 2013 im Kölner Museum für Ostasiatische Kunst. Im Rahmen der Ausstellung «Glanz der Kaiser von China: Kunst und Leben in der verbotenen Stadt», steht es sinnbildlich für die Rolle der chinesischen Kaiser im 17. und 18. Jahrhundert: Der Herrscher als unantastbarer Himmelssohn, der alle politischen, religiösen und kulturellen Fragen des gesamten Reiches alleine verantwortete.

Genau auf diesen Aspekt konzentriert sich die Ausstellung, in der die Besucher zahlreiche Originalstücke aus dem Palastmuseum in Peking bestaunen können. Die Kölner Schau gilt als besonders exklusiv, denn nur zweimal im Jahr überlässt die als bedeutendste Kunstsammlung der Volksrepublik China geltende Einrichtung ihre Schätze ausländischen Museen. Nicht ohne Stolz verweist die Kuratorin Adele Schlombs darauf, dass auch einige Exponate aus der Kölner Sammlung in der Ausstellung ihren Platz gefunden haben. «Diese Vermählung der Kunstobjekte ist eine echte Rarität.»

Gerade einmal 25 Jahre jung war Qianlong, als er 1736 den chinesischen Kaiserthron bestieg. Mit strenger Hand dehnte er die Grenzen Chinas weit nach Zentralasien aus. Doch nicht nur in der schnöden Politik wusste er zu überzeugen. Mit einem Hang zur Pracht trug er eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt zusammen: Schmuckvoll bemaltes Porzellan, wissenschaftliche Gerätschaften, farbenprächtige Zeremoniengewänder und religiöse Kultobjekte zeugen von der Blütezeit der Qing-Dynastie. «Wer das heutige China verstehen will, kann hier sehen, woher es kommt», sagt Schlombs.

Schon im Eingangsbereich der Ausstellung zeigt eine drei Meter lange Seidenrolle, wie sich das Reich der Mitte am liebsten selbst darstellte: Der kaiserliche Hof als «Zentrum der Welt». Auch als Kranich getarnte Duft- und Weihrauchspender gibt es zu sehen. Sie sollten die Herrscher in Nebel tauchen und eine himmlische Aura erzeugen. Kein Wunder also, dass die Untergebenen ihren Kaiser für den Himmelssohn selbst hielten.

Anlass für die Ausstellung ist das 25-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Köln und Peking sowie das 40-jährige Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen China und Deutschland.

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