Auch wenn er schon lange ein Haus in Hollywood hatte - seine Heimat blieb immer München. Und genau dort, wo er lange lebte, wo er die Filmhochschule besuchte und seine ersten großen Erfolge feierte, wird die Filmwelt am 7. Februar Abschied nehmen von Produzent Bernd Eichinger.
Abschied von Eichinger
Zwei Stunden soll die katholische Trauerfeier in der St. Michaelskirche mitten in der Stadt dauern. Deutsche und internationale Filmschaffende sowie Politiker werden dazu erwartet.
Danach hat die Produktionsfirma Constantin zu einem offiziellen Empfang in die Residenz geladen. Von bis zu 1500 Gästen ist die Rede. Der Abschied von Eichinger wird eine der größten Trauerfeiern in der bayerischen Landeshauptstadt. Nach Medienberichten wird es nach dem Empfang noch ein Treffen von Eichingers Familie und seinen engsten Vertrauten in seinem Lieblingsrestaurant geben.
Die Beisetzung soll zu einem anderen Zeitpunkt, nur im engsten Kreis und unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Die Stadt hat der Familie Eichinger nach Medienberichten angeboten, Eichingers Urne könne auf dem oft «Promi-Friedhof» genannten kleinen Bogenhausener Friedhof beigesetzt werden. Dort fanden auch schon der Autor Erich Kästner, der Schauspieler Walter Sedlmayr und der Filmemacher Rainer Werner Fassbinder ihre letzte Ruhestätte. Eichingers Witwe Katja Hofmann und seine Tochter Nina sollen die Urne bereits aus den USA nach Deutschland gebracht haben.
Eichinger war am 24. Januar in Los Angeles an einem Herzinfarkt gestorben. Der 61-Jährige zählte mit Produktionen wie «Die unendliche Geschichte», «Der Name der Rose», «Der Untergang», «Das Parfum» oder «Der Baader Meinhof Komplex» zu den einflussreichsten Größen im deutschen und internationalen Filmgeschäft. Er war Produzent, Drehbuchautor und Regisseur - und galt als der vielleicht wichtigste Vertreter des deutschen Films.
Trauerfeier Bernd Eichinger 07.03.2011