Konzert der Reihe „Auftakt“ mit Hochschule Trossingen sowie Schülern aus Tuttlingen und Villingen-Schwenningen
Für Menschen, die weitab ihrer Heimat leben, gleichen Liedereiner Drehtür: Sie öffneneinenZugang zu anderen Kulturkreisen, gleichzeitigführen sie zurück zu den eigenen Wurzeln. Beide Aspekte, das Verbindende und Trennendein der Musik, beleuchten Studierende der Musikhochschule Trossingen und Schüler bei „Gemeinsam fremd. .. in Generation X“ am Mittwoch, 15. Februar, um 10.30 Uhr im Franziskaner Konzerthaus in VS-Villingen.
Wie klingt es, „fremd“ zu sein, vor Jahrhunderten und heute? Welche Wege nimmt das „Fremde“, um sich als Vertrautes in der Musik zu manifestieren? Und wie lässt sich Bekanntes wieder „ver-fremden“? Um diese Fragen kreist das moderierte „Auftakt“-Konzert für Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene, gestaltet von der Gesangsklasse Monika Moldenhauer, Instrumentalisten sowie Schülern aus Tuttlingen und Villingen-Schwenningen.
Ein zentrales Werk ist Robert Schumanns „In der Fremde“ aus dem Liederkreis op. 39: Es kommt zum einen in der Urfassung zur Aufführung, zum anderen in einer Neuvertonung. Hierfür hat sich der Neigungskurs Musik des Tuttlinger Otto-Hahn- und Immanuel-Kant-Gymnasiums mit Studierenden des Fachs „Musikdesign“ zusammengetan. Entstanden ist einemoderne und überraschende Version, die durch Videoeinspielungen ergänzt wird. Fünftklässler der Bertholdschule Villingen-Schwenningen steuern zum Programm „Stimmungen“ bei, eine interaktive Klangcollage und Bodyperformance.
Zudem vermittelt der Vormittag Lieder aus Korea und China in der jeweiligen Landessprache sowie einige klassische und zeitgenössische Werke.
An ihnen wird ersichtlich, wie sich Hörgewohnheiten unterscheiden, aber auch, wie“Migration“ und „Integration“ erfolgreich verlaufensind – beispielsweise, wenn sich Beethoven schottischenLiedern widmete oder Ravel bei „Cinq mélodies populaire crecques“ Klangelemente aus Griechenland verarbeitete.