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Salem Der schneller geigt als sein Schatten

20.07.2009
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Publikums-Liebling David Garrett spielte beim Salem Open Air – Rund 6000 Menschen trotzten dem Dauerregen

Nur Kunstbanausen meinen, klassische Musik müsse stets ein Zuckerschlecken sein. Oft aber ist sie eine Herausforderung, für die Interpreten wie für die Zuhörer. Ja, der Weg zur klassischen Musik ist steinig – und manchmal auch sehr nass. Das konnten vergangenen Freitag 6 000 Menschen erfahren, die nach Salem gekommen waren, um den Geiger David Garrett live und Open Air zu erleben. Große Unbill nahmen sie auf sich, unverdrossen wappneten sie sich mit Regencapes und Regenschirmen – doch ach, nach zwei Stunden Dauerregen blieb wohl kaum ein Fuß noch trocken, kaum eine Jeans undurchweicht. Wir wissen nicht, wie viele der 6 000 Menschen heute mit einem Kräutertee im Bett liegen, aber es dürften nicht ganz wenige sein. Und vielleicht werden sie jetzt darüber sinnieren, ob sich das gelohnt hat. Halsweh und einen dicken Schnupfen für etwas David Garrett im kalten Regen.

Nun, bei 6 000 Menschen wird es dazu unterschiedliche Ansichten geben. Wovon an dieser Stelle nur eine wiedergegeben werden kann. Beginnen wir also mit den Qualitäten des geigenden Publikumslieblings. Er hat es ins Guinessbuch der Rekorde geschafft. Weil er Rimsky-Korsakows „Hummelflug“ schneller spielen konnte als jeder andere. Exakt 65,26 Sekunden brauchte er dafür, das sind rund 13 Noten pro Sekunde. Eine sportliche Leistung. Im Konzert führte er das zwar nicht vor, aber er ließ immer mal wieder virtuose Passagen hören. Das ist zwar noch keine große Kunst, spricht aber für eine passable Technik. Schließlich war der 28-Jährige mal etwas wie ein Wunderkind, das mit 4 Jahren seine erste Geige bekam und mit 13 Jahren einen Vertrag mit der Deutschen Grammophon.

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Kultur im SÜDKURIER
David Garrett ist toll
Von unbekannt
Ich spiele selber Geige und bin von David Garrett begeistert.
Bericht von Frau Schwind enttäuschender als das...
Von unbekannt
Ich war trotz Regen von David Garrett begeistert und hoffte einen schönen Artikel sowie einige ...
Och nö
Frau Schwind, ich glaube fast auch, dass Sie mit falschen Erwartungen an Garrett herangegangen sind.
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