Kultur Wenn Musiker zu sehr leiden

Die Musikermedizin ist eine noch relativ junge Disziplin, die sich mit musikerspezifischen Erkrankungen beschäftigt. Diese betreffen meist Schmerzen des Bewegungssytems durch Überlastung oder Fehlhaltung, psychische Probleme wie Auftrittsängste und Hörschäden oder Tinnitus.

„MusikerMedizin. Diagnostik, Therapie und Prävention von musikerspezifischen Erkrankungen“, hg. von Claudia Spahn u.a., Schattauer-Verlag, Stuttgart, 416 Seiten, 79 Euro
„MusikerMedizin. Diagnostik, Therapie und Prävention von musikerspezifischen Erkrankungen“, hg. von Claudia Spahn u.a., Schattauer-Verlag, Stuttgart, 416 Seiten, 79 Euro

Bislang waren Musiker mit solchen Problemen weitgehend alleingelassen. Das Freiburger Institut für Musikermedizin, in dem Musikhochschule und Universitätsklinik Hand in Hand arbeiten, wurde vor knapp sechs Jahren gegründet. Erst allmählich entwickelt sich auch unter Musikern eine entsprechende Kommunikationskultur.

In diesem Sinne versteht sich das Buch „MusikerMedizin“, das von der Freiburger Musikermedizinerin Claudia Spahn zusammen mit Bernhard Richter und Eckart Altenmüller verfasst wurde, auch als erste umfassende Darstellung der Disziplin. Nach einem historischen Abriss setzt es einen Schwerpunkt auf Diagnostik und Behandlung der spezifischen Musikererkrankungen. Die Autoren, die alle ein Doppelstudium Musik und Medizin absolviert haben, gehen mit dem medizinischen Fachvokabular relativ behutsam um, so dass das Buch auch für interessierte Laien verständlich bleibt. Etliche Fallbeispiele machen die Probleme und ihre Lösungsansätze zusätzlich anschaulich. (esd)

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