Los Angeles Soundgarden-Sänger Chris Cornell nahm sich das Leben

Es sind mindestens zwei Lieder, die von Chris Cornell in Erinnerung bleiben dürften: „Black Hole Sun“ mit seiner Gruppe Soundgarden und „You Know My Name“ aus dem James-Bond-Film „Casino Royale“. Ein Großer der Grunge- und Alternative-Rock-Szene ist tot.

Chris Cornell, der Sänger der Band Soundgarden, hat im Alter von 52 Jahren in Detroit (US-Bundesstaat Michigan) das Leben genommen. Der Rocksänger erhängte sich am Mittwochabend (Ortszeit) kurz nach einem Konzert mit seiner alten Band in Detroit, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. Schon zuvor hatte die Polizei erklärt, sie gehe von einem „möglichen Suizid“ aus. Die Autopsie habe ergeben, dass Cornell sich erhängt habe, sagte der Sprecher des Leichenbeschauers von Wayne County, James Martinez.

Cornell hatte sich nach einem Auftritt im Fox Theatre im Zentrum von Detroit in sein Hotelzimmer zurückgezogen. Wenige Stunden nach dem Konzert alarmierte Cornells Familie nach Angaben der Polizei den Rettungsdienst. Ersthelfer hätten Cornellregungslos aufgefunden, sagte eine Polizeisprecherin. Der Pressesprecher des Sängers, Brian Bumbery, erklärte, Cornells Ehefrau Vicky Karayiannis Cornell und die übrigen Familienmitglieder seien „schockiert über den plötzlichen und unerwarteten Tod“. Die Familie danke den Fans „für ihre beständige Liebe und Loyalität“ und bitte darum, ihre Privatsphäre zu respektieren. Cornell gehörte zu den Mitbegründern der Grunge-Bewegung in der 1990er Jahren.

Noch am Mittwochabend hatte Cornell mit seiner Band Soundgarden ein Konzert in Detroit gegeben. Vor dem Auftritt hatte der Musiker seinen letzten Tweet abgesetzt: Ein Bild vom Auftrittsort, dem „Fox Theatre“ und die Worte „#Detroit - endlich zurück in Rock City!!!“. Ebenso wie Nirvana-Frontmann Kurt Cobain stammte Cornell aus Seattle, wo der Grunge geboren wurde. In seiner Jugend begann Cornell als Schlagzeuger, schmiss die High School und arbeitete als Koch, bevor er seine Gruppe Soundgarden gründete, wie die Musik-Website „allmusic.com“ in der Biografie des Sängers verzeichnet.

Mitte der 80er Jahre bis zu ihrer vorläufigen Auflösung 1997 war Soundgarden eine der erfolgreichsten US-Bands im Bereich Grunge und Alternative Rock. Ihr größter Hit: „Black Hole Sun“. Danach war Cornell zunächst vor allem solo unterwegs; einem breiteren Publikum bekannt wurde er mit dem Song „You Know My Name“ aus dem James-Bond-Film „Casino Royale“.

 
 

Außerdem war Cornell Frontmann der Alternative-Rock-Formation Audioslave, die aus ihm sowie den Muiskern der Band Rage Against the Machine bestand - ohne den Rage-Sänger Zack de la Rocha. 2010 kam es zur Wiedervereinigung von Soundgarden, doch an die früheren Erfolge konnte die Band nicht mehr anknüpfen.

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