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Konstanz Ausgereift und emotional

Das neue Album des Konstanzer Jazzers Patrick Manzecchi

Der Konstanzer Jazz-Schlagzeuger Patrick Manzecchi hat – obwohl schon seit Jahrzehnten im Geschäft – bisher erst drei Alben unter eigenem Namen herausgebracht. Doch wenn der Drummer mit den italienisch-französischen Wurzeln als Bandleader in Erscheinung tritt, dann mit einem extrem ausgereiften Produkt. Das gilt auch für seine aktuelle, jetzt vierte CD „Rectilinear“, die er mit dem amerikanischen Pianisten Richie Beirach und dem Stuttgarter Bassisten Jens Loh aufgenommen hat.

Das Trio knüpft an die Tradition von längst verstorbenen Jazzlegenden wie Miles Davis oder Bill Evans an, setzt aber auch eigene im zeitgenössischen Jazz verortete Akzente. Dabei ist Manzecchi auch als Bandleader niemand, der seinen Mitstreitern die Show stiehlt. Vielmehr bestätigt er seinen Ruf als gefühlvoller Begleiter, der seinen Mitspielern reichlich Raum zur Entfaltung bietet. Vor allem Beirach, mittlerweile 69 Jahre alt, nutzt diese Freiräume mit seinem fließend-harmonischen Spiel für musikalische Höhenflüge.

Ein Highlight der CD, die aus sieben Stücken und knapp 50 Minuten Spielzeit besteht, ist das elfminütige Stück „Nardis“ aus der Feder von Miles Davis, in dem Manzecchi, Beirach und Loh ihr perfekt swingendes Zusammenspiel unter Beweis stellen. Abgerundet wird Nardis durch ein atemberaubendes Schlagzeugsolo in typischer Manzecchi-Manier. Emotional auch das Abschlussstück „For Mimi“, eine Solo-Piano-Nummer, geschrieben von Patrick Manzecchis früh verstorbenen Vater Franco, das dieser seiner Frau – Patricks Mutter – widmete.

Zu erwerben ist das Album beiwww.manzecchi.de. Als Download gibt es die Tracks auch bei Amazon und iTunes

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