Mein

Fernsehen 30 Jahre "Die Simpsons": Fakten, die kaum einer über die Serie kennt

Dreißig Jahre ist es her, als das erste Mal ein dickbäuchiger Mann namens Homer auf den Bildschirmen erschien. Zum runden Geburstag der Simpsons bieten wir Fakten, die nur Hardcore-Fans kennen.

Mit Familienoberhaupt Homer im gelben Schlepptau: Seine Frau Marge und die drei Kinder Bart, Lisa und Maggie. Eigentlich als Lückenfüller die „Tracy Ullman“-Show gedacht, entwickelte sich daraus die wohl berühmteste gelbe Familie der Welt.
 

Unzählige Fans auf der ganzen Welt lieben die nette Familie – aber selbst wenn man bis heute jede Folge gesehen hat, gibt es immer noch kleine Details, die wohl nur den größten Fans aufgefallen sind. Wir stellen Ihnen Fakten vor, die selbst die größten Simpsons-Fans wohl nicht unbedingt kannten.

Ist Homer überhaupt Barts Vater?

Wir beginnen direkt mit einem Schocker: Kann das wirklich sein? Ja, wenn das auch den Autoren wohl nicht ganz klar oder gewollt war. Aber der Reihe nach.

In der Folge „Der Lebensretter“ in der zweiten Staffel leidet Mr. Burns, der Chef von Homer und Besitzer des Springfielder Atomkraftwerks, an Blutarmut. Nur eine Transfusion kann ihn noch retten. Dumm nur: Er hat eine sehr seltene Blutgruppe: 00. Homer möchte, nachdem eine Belohnung ausgelobt wurde, helfen, wird von Marge allerdings aufgeklärt, dass er die Blutgruppe A+ hat. Soweit so gut.

Sein Sohn, Bart hingegen hat 00-. Und hier liegt das Problem: Laut der Mendel‘schen Erbregel, die die Vererbung von Blutgruppen und dem Rhesusfaktor beschreibt, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Bart, sofern Homer sein Vater ist, diese Blutgruppe hat. Der Grund: Die sogenannten A und B Antigene werden immer dominant weitervererbt. Sprich:  Wenn Homer, wie in der Serie gesagt, allerdings A+ ist, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Bart nicht ebenfalls die Blutgruppe A  hat. Es ist möglich, aber eher unwahrscheinlich.

Heute würden solche Fehler in der Serie wohl nicht mehr passieren, dazu sind sich die Macher rund um Matt Groening zu bewusst, wie penibel viele Zuschauer dem Leben ihrer gelben Lieblingsfamilie verfolgen. Für genau diese Leute haben die Schreiber der Serie auch immer wieder einige kleine, nette Ideen eingebaut.

Gags ziehen sich teils über mehrere Episoden und Staffeln

Das fällt nur auf, wenn man jede Episode hunderte Male gesehen hat: Manche Witze bauen sich erst über mehrere Folgen auf oder werden, wohl als kleines Geschenk für besonders Aufmerksame, immer wieder aufgegriffen. Beispiele gefällig? In der Episode: „Barts Stern“ geht Homer in den örtlichen Supermarkt um dort eine ganz besondere Marke von Bier zu kaufen. Skittlebräu, ein Bier in dem Süßigkeiten schwimmen.
Könnte eine Marktlücke sein, oder? Dachte sich wohl auch Apu bei dem Homer das Bier kaufen will. Denn eine Staffel später, in der Episode „Die japanische Horror-Spielshow“ läuft Marge bei ihrem Einkauf an einem besonderen Regal vorbei. Sehen Sie, was für eine Biersorte auf einmal verkauft wird?

null

null

Ob ein pfiffiger Geschäftsmann diese Idee hatte, oder ob Apu Homer sie klaute, ist dabei nicht ganz klar. Sicher ist nur: Es ist ein toller Witz, den wohl nur Hardcore-Fans entdecken. Ebenso wie diesen hier:

Einer der Schreiber der Simpsons, George Meyer, hatte einen Gastauftritt in der Episode „Homer ist "Poochie der Wunderhund"“. In dieser wurde für die serieneigene Parodie auf „Tom und Jerry“, „Itchy and Scratchy“, ein neuer Charakter eingeführt: Poochie, der Hund. Natürlich wurde dieser von Homer Simpson gesprochen. Bei einer Konferenz spricht sich die Comic-Version des Simpsons-Schreiber Meyer gegen einen neuen Charakter für die Show aus, da das keine Substanz hatte – seine Ausführungen enden mit den Worten „Ich bin jetzt entlassen, oder?“

null

null


Ja, das war er auch. Denn: Eine Staffel später sieht man ihn wieder: In der Schlange auf dem Arbeitsamt, wo er seinen Scheck für die Arbeitslosenhilfe abholen will.

null

null

Man findet unzählige weitere Beispiele wie diese. In einer Folge verspricht der Bürgermeister, er wolle den Springfield Expressway in „Michael Jackson“-Expressway umbenennen – eine Staffel ist er dann auch so auf einer Karte verzeichnet. Oder: Homers Barkeeper Moe bestellt sich in einer Folge eine „Katalogbraut“. Acht Folgen fragt Stammkunde Homer, wie es denn dieser Frau ginge um zu erfahren, dass sie aus Heimweh wieder nach Hause gefahren sei.

Das Leben ist ein Kreis – und auch die Simpsons

Es ist nicht klar, wann die Simpsons den Serienlöffel abgeben werden – sicher nicht vor der 30. Staffel, denn so viele hat Fox definitiv noch bestellt. Allerdings hat der Autor Al Jeans eine ganz klare Vorstellung, wie er die gelbe Familie mal enden sehen will. Nämlich mit einem Brückenschlag zur aller ersten Episode „Es weihnachtet schwer“. Diese beginnt indem Homer und Marge ein Weihnachtskonzert der Kinder besuchen.

null

null


Nach seinem Willen wird die letzte Episode genau dort Enden. Homer und Marge machen sich auf den Weg zu eben diesem Weihnachtskonzert – und die Serie geht von vorne los – oder endet nie, wie man es sehen will.

So viel verdient Homer Simpsons wirklich

Wie kann man sich das leisten, fragt man immer wieder, wenn man die Eskapaden von Homer betrachtet. Gut, er war mal Astronaut, hat Werbespots gedreht, einen Emmy gewonnen – da kommt doch sicher mal ein nettes Sümmchen zusammen, oder?

Das ist aber alles relativ schwammig, dachten sich auch wirtschaftsaffine Simpsons-Fans und machten sich daran das genaue Gehalt von Homer Simpson zu berechnen. Ihr Ergebnis: Homer verdient 479,60 Dollar pro Woche. Rechnet man die Inflation ein, denn diese Zahl stammt aus einer frühen Episode, so würde Homer heute knapp 40.000 Dollar im Jahr verdienen. Damit gehört er und seine Familie zur unteren Mittelschicht – nicht ganz da, wo sich die Simpsons selbst immer sehen, bezeichnen sie sich doch als „obere, untere Mittelklasse“.

Sichern Sie sich jetzt SÜDKURIER Digital und erhalten Sie dazu das iPad Air 2. Sie erhalten damit die Digitale Zeitung und Zugang zu allen Inhalten bei SÜDKURIER Online.
Exklusive Bodenseeweine
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Kunst
Kino
Berlin
Bregenzer Festspiele
Kunst
Kunst
Die besten Themen
Kommentare (1)
    Jetzt kommentieren
    Jetzt Newsletter anfordern:
    © SÜDKURIER GmbH 2017