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06.10.2009  |  von  |  0 Kommentare

Click! Wo die Spam-Mails herkommen...

Unerwünschte Werbe-Mails machen nach wie vor den Löwenanteil aller E-Mails aus. Nach einem kurzen Einbruch des Spam-Aufkommens sind nun wieder rund 95 Prozent aller E-Mails Werbemüll oder gar gezielte Angriffe. Eine genauere Analyse zeigt allerdings eine deutliche Verschiebung bei den Herkunftsländern der Spam-Mails und offenbart gleichzeitig neues Gefahrenpotenzial.

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Nicht nur in Dosen, sondern auch im Email-Postfach: Spam.  Bild: dpa



  • Die aktuelle Analyse von zig Millionen Spam-Mails, die täglich in den Retarus Rechenzentren gefiltert werden, zeigt eine interessante Verschiebung bei den Herkunftsländern der unerwünschten Werbesendungen: Stammten im Jahr 2008 die meisten Spam-Mails (13,8%) noch aus den USA, heißt der Spitzenreiter inzwischen Russland (8,6%), während die USA mit 8,3% auf Platz Zwei zurück fielen.
  • Noch deutlicher allerdings ist der Wechsel der Rangfolge bei anderen Ländern: China und Brasilien konnten jeweils um fünf Plätze in der „Hitparade“ der Spam-Herkunftsländer aufholen: China hatte vor einem Jahr mit 4,0% noch auf Platz Acht gelegen, konnte seinen Anteil inzwischen auf 7,9% fast verdoppeln und liegt damit auf Platz Drei; Brasilien (2008: 3,8%, Platz Neun) belegt mit einem Anteil von 7,8% jetzt den vierten Platz unter den Spam-Herkunftsländern. Neu unter den Top-Ten ist unter anderem Indien, das mit einem Anteil 4,2% auf Platz Acht liegt.
  • Interessanterweise zeigt sich hier, dass ausgerechnet die sogenannten „BRIC-Countries“ – die Länder Brasilien, Russland, Indien und China, denen seit Jahren das größte volkswirtschaftliche Wachstumspotenzial bescheinigt wird – auch bei der Verbreitung von Spam für den meisten Zuwachs sorgen: Waren diese vier Länder noch vor einem Jahr für knapp 17% des gesamten Spam-Aufkommens verantwortlich, stammen mittlerweile 28,6% aller unerwünschten Werbemails aus den BRIC-Ländern.
  • Die aktuelle Erhebung der Messaging Spezialisten von Retarus offenbart auch neue Gefahren, wie Oliver Pannenbäcker, Vice President Managed Services bei Retarus, erläutert: „Betrachtet man die Rangfolge der Spam-Herkunftsländer genauer, so zeigt sich, dass die einzelnen Anteile sehr viel dichter beieinander liegen als noch vor einem Jahr. Dies bestätigt einen Trend, den wir seit einigen Monaten beobachten: Statt mit wenigen großen Spam-Versendern haben wir es zunehmend mit vielen kleineren zu tun, die alle versuchen, Lecks in den Spam-Filtern zu finden und sich diese zu Nutze zu machen. Im täglichen Kampf gegen die Spam-Flut und vor dem Hintergrund einer steigenden Anzahl von Spionage-Attacken, die nicht mehr nur die Bankdaten einer Privatperson zum Ziel haben, sondern gezielt zum Ausspähen vertraulicher Unternehmensdaten eingesetzt werden, bedeutet dies, dass weiterhin offensiv gehandelt werden muss .“
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