Berlin Strompreis wird weiter steigen
Verantwortlich dafür sei, dass die Umlage für die Einspeisung erneuerbarer Energien weiter steigen werde. Dies werde voraussichtlich auch die Entwicklung bei den Einkaufspreisen für Strom kompensieren, die sinken könnten. Der Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wies die Studie der Grünen-Bundestagsfraktion zurück, wonach die Strompreise schon in diesem Jahr hätten sinken müssen.
Den Großteil des Stroms, der an private Endverbraucher verkauft werde, beschafften sich die Unternehmen „bis zu drei Jahre“ im Voraus, erklärte der Verband. Deshalb sei der starke Preisrückgang im Stromgroßhandel im Jahr 2008 noch nicht bei den Endkunden angekommen.
Noch im Jahr 2009 hatte der BDEW mehrmals erklärt, viele Unternehmen beschafften ihren Strom „ein bis zwei Jahre“ im Voraus. BDEW-Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller hatte im Februar 2009 erklärt: „Bleibt die Beschaffung jedoch so günstig wie zuletzt, könnten die Strompreise etwa ab dem Jahresende sinken“. Die Beschaffungs-Preise stiegen laut Grünen-Studie seitdem nur leicht. Auch der Karlsruher Energieversorger EnBW wehrt sich gegen den Abzocke-Vorwurf.
Der richtige Anbieter: Kostenlose Preisvergleiche finden sich im Internet, etwa unter www.verivox.de, www.check24.de, oder www.toptarif.de. Zur Berechnung einer Liste mit den günstigsten Tarifen genügen der Jahresverbrauch in Kilowattstunden (kWh) laut der jüngsten Stromrechnung und die Postleitzahl.
Der alte Vertrag: Wer noch nie den Stromanbieter gewechselt hat kann zum Ende des jeweils nächsten Monats kündigen. Wer zum wiederholten Mal wechselt, muss sich an die Fristen halten. Nur bei einer Preiserhöhung hat jeder Kunde das Recht auf eine sofortige Kündigung – aber nur kurz nach der Ankündigung der Erhöhung.
Der Wechsel: Am einfachsten ist es, dem neuen Anbieter eine Vollmacht zu erteilen. Dieser erledigt meist die Kündigung und alle Formalitäten. Es dauert etwa ein bis zwei Monate, bis der Wechsel abgeschlossen ist.
Der neue Vertrag: Da die Strompreise in Bewegung sind, empfehlen Verbraucherschützer eine Vertrags-Laufzeit von höchstens einem Jahr. Die Kündigungsfrist sollte nicht mehr als einen Monat betragen. Gewarnt wird vor Angeboten mit Vorauskasse. Geht der Anbieter pleite, ist das Geld weg.
Öko-Strom: Es gibt zahlreiche Öko-Strom-Anbieter. Verbraucherschützer warnen aber, dass manche Firmen ihren ohnehin produzierten Strom aus Wasserkraft teurer mit dem Öko-Etikett verkaufen. Wer etwas für die Umwelt tun will, sollte Anbieter wählen, die ihre Einnahmen in den Ausbau von erneuerbaren Energien investieren. Hilfe bietet das Öko-Gütesiegel.

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