Respekt und sogar Angst vor Schlangen liegt uns Menschen in den Genen. In fast allen Mythologien der Welt spielen sie eine Rolle. Einige erstaunliche Eigenschaften machen sie so faszinierend für uns.
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Kriegen Sie auch das Gruseln, wenn Sie das Bild links betrachten? Damit sind Sie nicht allein – bei vielen Menschen löst der Anblick einer Schlange Gefühle von Schauder bis Panik aus. Dagegen können wir nicht mal was – die Angst vor dem schlängelnden Kriechtier ist scheinbar, so haben Psychologen in Tests mit kleinen Kindern herausgefunden, angeboren tief in unserer Psyche verankert. In einigen Ländern, in denen viele Giftschlangen leben, ist das durchaus gerechtfertigt. In Deutschland aber wäre es sehr viel sinnvoller, Angst vor Autos zu haben als vor Schlangen.
Schlangen haben einen doppeldeutigen Ruf. In der Bibel ist die hinterlistige Schlange der Grund für die Vertreibung aus dem Paradies. Die Schlange, die sich um den Stab des Äskulap windet, ist hingegen bis heute das Symbol für Medizin und Heilberufe. Im alten Griechenland galt die Schlange, weil sie sich häutet, als unsterblich und deshalb heilig. In der nordischen Mythologie umringt die Midgardschlange die ganze Welt, in Mittelamerika ist die sich selbst in den Schwanz beißende Schlange ein Symbol der Unendlichkeit. Im Orient schließlich steht die Schlange für die Weisheit.
So oder so – Menschen lassen sich überall auf der Welt von Schlangen faszinieren, von ihrer eigentümlichen Art der Fortbewegung zum Beispiel. Beim Schlängeln drückt sich das Tier mit seinen starken Muskeln vom Boden und liegenden Gegenständen ab. Wüstenschlangen berühren nur mit kleinen Teilen ihres Körpers den heißen Sand. Einige Schlangen können schwimmen, springen, auf Bäume klettern und sogar kurze Distanzen durch die Luft gleiten. Alle diese Bewegungsarten werden von uns Menschen oft als fremdartig wahrgenommen.
Noch etwas unterscheidet Schlangen von Säugetieren: Sie sind wechselwarm. Das heißt, dass ihre Körpertemperatur und damit auch ihre Beweglichkeit von der Wärme der Umgebung abhängen. Was ziemlich unpraktisch klingt, hat einen großen Vorteil: Schlangen verbrauchen viel weniger Energie und müssen deshalb auch seltener fressen. Einige Arten kommen bis zu zehn Wochen ohne Nahrung aus.
Wenn sie dann doch mal fressen, dann schlingen Schlangen ihre Beute am Stück herunter. Die Zähne der Schlange sind nämlich zum Kauen gar nicht geeignet, sondern nur zum Festhalten der Beute. Außerdem sind die Knochen von Kiefer und Körper allesamt nur locker miteinander verbunden – so können Schlangen Beutetiere verschlingen und verdauen, die größer sind als sie selbst.
Schlangen