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05.02.2013  |  2 Kommentare

Stuttgart (dpa/lsw) Naturschützer wollen weniger Wild im Wald

Zum Schutz des Waldes drängt der Naturschutzbund erneut auf wirksamere Jagdmethoden. «Die Bestände von Rehen, Hirschen und Wildschweinen sind in vielen Wäldern deutlich zu hoch, um einen zaunfreien, naturnahen Waldbau erfolgreich betreiben zu können»,

Die Jagdmethoden müssen wirksamer werden. Foto: Patrick Pleul  Bild: Foto: dpa



Die Jagdmethoden müssen wirksamer werden. Foto: Patrick Pleul

sagte Nabu-Landesvorsitzender Andre Baumann angesichts der jüngsten Abschussbilanz. Er lehnte Kirrungen, also Plätze mit Lockmitteln wie Mais, grundsätzlich ab. Die derzeitige Praxis habe fütterungsähnliche Wirkungen auf das Wild. Es werde zu viel und über zu lange Zeiträume Lockfutter angeboten, sagte Baumann. Unter den aktuellen Bedingungen müsse junger Wald oft durch Zäune geschützt werden, damit die Rehe die jungen Triebe nicht verbissen. «Waldbau darf nicht zum Zaunbau verkommen», sagte Baumann.

Der Nabu wirbt für mehr revierübergreifende Drückjagden, bei denen in kurzer Zeit relativ viele Wildschweine geschossen werden könnten. Laut Abschussbilanz wurden im Jagdjahr 2011/2012 im Südwesten etwa 300 000 Tiere erlegt, vor allem Rehe. Das ist ein deutlicher Rückgang gegenüber der vorherigen Saison.

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2 Kommentare
Drückjagd
ist zusammen mit der Treibjagd eine der tierquälerischsten und kontraptoduktivsten Jagdarten überhaupt. Tiere werden auf der Flucht angeschossen und es erfolgt keine Auslese. Familienstrukturen werden willkürlich zerstört , z.B. durch Abschuss der Leitbache, was zu einer unkontrollierten Vermehrung der Tiere führt u.s.w.So viel Unwissenheit von einem Naturschutzverband tut schon weh! Ich kenn nur zustimmen- Aschaffung der blutigen Hobbyjagd und der Wald und das Wild reguliert sich von allein, wie sich in allen jagdfreien Gebieten gezeigt hat. Und bitte liebe Jägerschaft nicht wieder mit dem Beispiel Genf aufwarten.....
Jagd abschaffen
Dann sollen sie sich um eine Abschaffung der Freizeitjagd bemühen. Diese ist weder in der Lage zu hohe Wildbestände zu regulieren(oder will es nicht. . ), noch Wildkrankheiten zu reduzieren. So wie unsere Waldränder mit Schießbuden abgesichert sind, oft alle 150m eine, verwundert es nicht, dass das Wild im Waldesinneren in Deckung geht und Jungwuchs verbeißt. Auch in der angrenzenden Feldflur mangelt es nicht an Wachtürmen mit Schießscharten. Dieser unsinnige Dauerbeschuß hat eben Folgen: das Wild ändert sein natürliches Verhalten und passt sich so gut es geht an.
Man sollte generell einmal die herkömmliche Jagdausübung streng wissenschaftlich auf den Prüfstand bringen. Damit ist es nämlich nicht weit her, haben die Befürworter doch riesiges Interesse an der weiteren Ausübung ihres blutigen Hobbys.
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