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18.02.2013  |  2 Kommentare

Stuttgart/Berlin (dpa/lsw) Geißler: Stuttgart 21 muss gebaut werden

Der frühere Stuttgart-21-Schlichter Heiner Geißler sieht trotz der Kostenexplosion keine Alternative zu einem neuen Bahnhof in Stuttgart.

Geißler war Schlichter für Stuttgart 21. Foto: Stefan Puchner/dpa  Bild: Foto: dpa



Geißler war Schlichter für Stuttgart 21. Foto: Stefan Puchner/dpa

Im Deutschlandradio Kultur erklärte der CDU-Politiker Heiner Geißler am Montag, wenn nun nichts aus dem Projekt werde, «dann hat man zwei Milliarden ausgegeben und (...) nichts dafür bekommen». Das könne nicht sinnvoll sein. Irgendwann werde sich der «gesunde Menschenverstand» durchsetzen, der einem sage, dass man nicht einfach so viel Geld zum Fenster rauswerfen könne.

Die steigenden Kosten hält Geißler für ein «lösbares Problem». Niemand wisse, wie viel Geld letztlich ausgegeben werden müsse. Doch selbst wenn der Bahnhof drei Milliarden Euro teurer werde, müsse das Geld für ein solches Projekt da sein.

Der Bahn-Vorstand hatte im Dezember mitgeteilt, dass der Finanzierungsrahmen für Stuttgart 21 um 1,1 Milliarden Euro auf 5,6 Milliarden Euro erhöht werden müsse. Hinzu kämen Risiken von 1,2 Milliarden Euro. Am diesem Montag und Dienstag treffen sich Bahn-Vorstand, Landesregierung und Stadt zu Spitzengesprächen.

Das Projekt mit dem Namen Stuttgart 21 sieht den Bau eines unterirdischen Durchgangsbahnhofs in der Landeshauptstadt vor. Alle aktuellen Entwicklungen und Hintergründe erfahren Sie in unserem Dossier.

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2 Kommentare
das Fahrrad mit den viereckigen Rädern...
bei der sogenannten Schlichtung im Herbst 2010 fasste Heiner Geißler das Resultat sinngemäß so zusammen: "Nach Prüfung der Fakten komme ich zu dem Ergebnis: Es sprechen alle Argumente gegen Stuttgart 21. - Als Fazit der Schlichtung empfehle ich: Stuttgart 21 soll gebaut werden."

Das heißt in etwa: "Natürlich wären runde Räder besser für das Fahrrad, aber wenn für die viereckigen nun mal schon die Baupläne bestehen..."
Eine Krähe hackt eben der anderen...
... kein Auge aus.
Kein Mensch glaubt doch mittlerweile mehr, dass der Stuttgarter Bahnhof eine Erfolgsstory wird. Offensichtlich haben private Bauwirtschaft, die Bahn und die diversen früheren CDU-Regierungen gekungelt, gelogen und sich um Termine gedrückt. Wenn man immer wieder liest oder hört wie fehlerhaft dieses "Projekt" ist und wie sehr es sich - nach heutigen Erkenntnissen - verteuern wird, kann ich Hr. Geissler nicht verstehen.
Im Prinzip gibt es doch eigentlich nur eine vernünftige Alternative, schneller Rückbau mit entsprechender Modernisierung.
Mit allem anderem wirft man gutes Geld, schlechtem hinterher.
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