Die Stadt Crailsheim soll Waffen, die nach dem Amoklauf in Winnenden zur Entsorgung abgegeben worden waren, verkauft haben. Das haben inzwischen zwei Vereine bestätigt.
Den aktuellen Skandal hatte ein schlagzeilenträchtiger Einbruch ins Crailsheimer Rathaus ausgelöst, bei dem an Fronleichnam aus einem versehentlich ungenügend gesicherten Tresorraum elf Pistolen und Munition gestohlen worden waren. Daraufhin war der Crailsheimer Oberbürgermeister, Andreas Raab, überraschend zurückgetreten.
Nachdem es ursprünglich geheißen hatte, die gestohlenen Waffen sollten vernichtet werden, verdichteten sich zuletzt die Hinweise, dass diese Waffen für den Verkauf bestimmt waren. Die Existenz der städtischen Waffenbörsen wurden dem SWR jetzt von Crailsheimer Sportschützen sowie dem Schützenverein Jagstheim bestätigt. Zuvor war dies allerdings dementiert worden.
Die Landesregierung muss sich nun mit dem Fall beschäftigen. Landtagsabgeordneter Helmut W. Rüeck, der eine "parlamtentarische Anfrage" gestellt hat: "Es geht um den Ruf der Stadt Crailsheim."
SWR-Video zum Thema:
Video: Waffengeschäfte der Stadt Crailsheim
Baden-Württemberg
Wenn ein Sportschütze (von dem nicht viele wissen das er einer ist) ...