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Friedrichshafen/Ravensburg – Bei 134 Durchsuchungen im Bodenseekreis sowie in den Landkreisen Ravensburg, Sigmaringen und Konstanz sind 140 scharfe Schusswaffen, rund 400 Waffen wie Vorderlader-, Luftdruck- und Schreckschusswaffen sowie rund 35 000 Schuss Munition unterschiedlichen Kalibers sichergestellt worden. Dies haben die Staatsanwaltschaft Ravensburg sowie die Polizeidirektion Friedrichshafen gestern mitgeteilt.

Die Durchsuchungen fanden von November vergangenen Jahres bis in den April dieses Jahres statt. Außerdem wurden bei den Razzien 14 scharfe Handgranatenzünder, zehn Übungshandgranaten mit funktionsfähigem Zünder sowie zehn großkalibrige Flak-Patronen beschlagnahmt. Der Zünder einer Feuerlöschbombe wurde von Experten des Landeskriminalamtes vorsorglich noch am Fundort gesprengt.

Auslöser für die Razzien war die Festnahme eines Diebesduos im vergangenen Jahr in Eriskirch. Im Fahrzeug der Diebe war eine Pistole Kaliber 22 entdeckt worden. Bei einer Durchsuchung des Anwesens eines der Diebe im Landkreis Biberach wurden Schusswaffen entdeckt, darunter eine Maschinenpi stole. Dieser Waffenfund sei nicht veröffentlicht worden, da sich Ermittlungen wegen waffenrechtlicher Verstöße gegen weitere Personen abzeichneten, heißt es in der Mitteilung. Beim Polizeirevier Friedrichshafen wurde die Einheit „Flinte“ eingerichtet. Zwischenzeitlich wurden 146 Beschuldigte ermittelt, denen rund 250 Verstöße gegen das Waffen- oder das Sprengstoffgesetz zur Last gelegt werden. Hinweise, dass mit den Waffen Straftaten begangen oder geplant wurden, haben sich laut Polizei noch nicht ergeben. Vielmehr handle es sich bei den Beschuldigten zumeist um Waffennarren, die eine günstige Gelegenheit zum Erwerb von Waffen nutzten oder sich nach eigenen Angaben damit schützen wollten.

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