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Region Vielerorts beginnt heute die fünfte Jahreszeit: Ein Überblick über die Regionen

Die fünfte Jahreszeit rückt immer näher und immer mehr Vereine entstauben ihre Masken und bereiten sich auf die heiße Phase vor. Hier finden Sie einen Überblick.

Kreis Konstanz

Am heutigen Freitag startet zum Beispiel die Alt-Konstanzer Hanselezunft und rufen in Konstanz wieder die Fasnacht aus. Um 18 Uhr geht es am Schnetztor los. Dort treffen sich alle maskentragenden Zünfte und ziehen gemeinsam los. An der Spitze werden die Konstanzer Nachtwächter anführen. Mit dabei sind die historische Nachtwache, die Fahnenschwinger, der Fanfarenzug der Blätzlebuebe und die Frichtle – natürlich ebenso viele Hästräger diverser Zünfte.
Vorne die Stadtwache, dahinter der Ratsherr, die Hansele und etliche Zünfte. So wird sich das Bild auch dieses Jahr wieder zeigen. <em>Archivbild: Aurelia Scherrer</em>
Vorne die Stadtwache, dahinter der Ratsherr, die Hansele und etliche Zünfte. So wird sich das Bild auch dieses Jahr wieder zeigen. Archivbild: Aurelia Scherrer

Als Ausrufer wird ein letztes Mal Hans-Peter Kratzer als Ratsherr der Alt-Konstanzer Hansele fungieren. Mehr Infos dazu finden Sie hier.

Aber nicht nur dort geht es rund: Kaum ist Weihnachten vorbei, machen sich die Narren auch andernorts parat, so wie die Petershauser Schneckenbürgler. Aufregend wird es am 6. Januar um 17 Uhr: dann kommt der Schneeschreck aus seiner Winterruhe und bevölkert den Stadtwald.

 
Während die einen die Fasnacht begrüßen, "verabschiedet" sich ein anderer von ihr. Der Alleinunterhalter Ingo Kalmbach verabschiedet sich nach 33 Jahren als Haus- und Hofmusiker des Narrengerichts in Stockach.
 
Ob die Gerichtsnarren in Stockach darüber traurig sind? Wir wissen es nicht, denn eigentlich sind sie heute zu sehr damit beschäftigt, den Namen des diesjährigen Beklagten im Narrengericht bekanntzugeben. Heute Abend ist es soweit. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden!

Bodenseekreis

Auch auf der anderen Seeseite sind die Narre n schon in Feierlaune und holen ihre Häs aus dem Keller. So wie die Narrenzunft Schnabelgier aus Meersburg. Umzug inklusive

Aber nicht nur dort geht es närrisch her: Zum Start in die Fastnachts-Saison steht bei den Zünften in Friedrichshafen einiges auf dem Programm. Die Mitglieder der Narrenzunft Kluftern treffen sich zur Fasnetserweckung am 6. Januar um 19 Uhr auf dem Schulhof der Grundschule Kluftern.

Buchhornhexen beim Großen Narrensprung in Friedrichshafen. Dieses Jahr findet der Umzug am Samstag, 6. Februar, statt. <sup></sup><em>Archivbild: Christian Lewang</em>
Buchhornhexen beim Großen Narrensprung in Friedrichshafen. Dieses Jahr findet der Umzug am Samstag, 6. Februar, statt. Archivbild: Christian Lewang | Bild: Archivbild
"Es gibt Grillwurst, Punsch und Glühwein. Dann machen wir einen Erweckungstanz und anschließend gibt's die Narrentaufe, umrahmt von der Lumpenkapelle Kluftern", erzählt Zunftmeister Andreas Lamm. Danach seien alle – nicht nur die Mitglieder – herzlich in die Zunftstube zum gemütlichen Beisammensein eingeladen. Die Zunftstube befindet sich im Keller der Grundschule. Haben die Narren den Dreikönigstag hinter sich gebracht, geht es erst richtig los.  

Schwarzwald-Baar-Kreis 

Sachlicher ging es zuerst (noch) bei der Narrozunft Villingen vor Dort wurden Anselm Säger auf der Hauptversammlung mehrheitlich zum neuen Zunftmeister gewählt. Gut 500 Mitglieder verabschiedeten an diesem Abend auch Joachim Wöhrle, der ab sofort Ehrenzunftmeister ist,  zum Teil mit außergewöhnlichen Aktionen. 
 
Oberbürgermeister Rupert Kubon steckt Joachim Wöhrle die Landesehrennadel an.
Oberbürgermeister Rupert Kubon steckt Joachim Wöhrle die Landesehrennadel an. | Bild: Roland Sprich
Auf eine besondere Eröffnung der Villinger Fasnet zum Dreikönigstag am 6. Januar dürfen sich die Zuschauer in diesem Jahr freuen. Eine neue Narrofigur aus Bronze, welche die 80 Jahre von Eugen Merz geschaffene Holzfigur ersetzt, wird auf dem Villinger Narrobrunnen in der Oberen Straße feierlich enthüllt. Alle Fragen und Antworten dazu gibt es hier.
Der neue Bronzenarro, hier noch im unbemalten Zustand, mit seinem Schöpfer, dem Künsterl und Bildhauer Thomas Straub. Wer die neue Brunnenfigur in vollendetem Zustand sehen möchte, kann dies bei der Fasneteröffnung am Freitag um 18 Uhr am Narrobrunnen in der Oberen Straße tun. Bild: Tobias Nielsen
Der neue Bronzenarro, hier noch im unbemalten Zustand, mit seinem Schöpfer, dem Künsterl und Bildhauer Thomas Straub. Wer die neue Brunnenfigur in vollendetem Zustand sehen möchte, kann dies bei der Fasneteröffnung am Freitag um 18 Uhr am Narrobrunnen in der Oberen Straße tun. Bild: Tobias Nielsen | Bild: Tobias Nielsen


Eine Woche später geht es dann weiter mit dem Nachtumzug der Wolfbach-Rolli aus Paffenweiler. Rund 1500 Hästräger aus 49 Gruppen aus der näheren und weiteren Umgebung geben sich am 14. Januar, ab 19 Uhr im südlichen Stadtteil von Villingen ein Stelldichein.
 
Aber nicht nur für die Villinger beginnt heute die fünfte Jahreszeit. Auch die Urviecher in Bad Dürrheim dürfen heute Abend wieder ihr Häs tragen. „Zuvor wird das Häs nicht angezogen“, betont Daniela Schwarz, Schriftführerin der Urviecher. Ansonsten blicken die Zunftmitglieder ganz entspannt auf die närrische Zeit – trotz einer Vielzahl an Terminen und Festen. Wohl auch, weil die meisten sich schon seit Sommer darauf vorbereiten.
 
Groß gefeiert wird auch in Triberg. Dort feiert die hiesige Narrenzunft 150 Jahre Triberger Fasnet. Am 6. Januar ist die Fasnetseröffnung am Narrenbrunnen. Ab da sind der Triberger Teufel, Spättlehansele, der rote Fuchs und der Federèschnabel mitsamt Narrenrat unterwegs in der Region.
Das Spättle wird von Zunftmeister Volker Fleig noch vor dem Triberger Teufel zu neuem Leben in der fünften Jahreszeit erweckt. <em>Bild: Hans-Jürgen Kommert</em>
Das Spättle wird von Zunftmeister Volker Fleig noch vor dem Triberger Teufel zu neuem Leben in der fünften Jahreszeit erweckt. Bild: Hans-Jürgen Kommert | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Das Jubiläum findet am Samstag/Sonntag, 4./5. Februar, statt: dann steht ganz Triberg unter dem närrischen Stern. Viele Höhepunkte stellt die Narrenzunft auf die Beine. Vereine aus der Vereinigung der schwäbisch-alemannischen Narrenzünfte (VSAN) rücken an, um das „Landschaftstreffen Schwarzwald“ gebührend mitzufeiern. 

Hochrhein

Am Hochrhein geht es wieder fasnachtlich her. „S’ goht dagege“ – auch für die Narrenzunft Rheinfelden . Sie fühlt sich dem schwäbisch-alemannischen Brauchtum verpflichtet und pflegt seit 2005 jedes Jahr aufs Neue mit dem Maskenabstauben am Narrenbrunnen ein besonderes Ritual.
Die Masken der Dinkelbergschrate werden am Freitag wieder abgestaubt und sind dann für die fünfte Jahreszeit parat.
Die Masken der Dinkelbergschrate werden am Freitag wieder abgestaubt und sind dann für die fünfte Jahreszeit parat. | Bild: Petra Wunderle
Die Dinkelberg-Schrate haben die Aufgabe übernommen, mit ihrer Clique vor Publikum auf dem Oberrheinplatz ein sichtbares Zeichen zum Auftakt der Saison zu setzen. Am Freitag, 6. Januar, (Dreikönig) sorgen sie dafür, dass die Fasnacht am von Bildhauer Leonhard Eder geschaffenen Narrenbrunnen mit einer Auftaktveranstaltung zum Leben erweckt wird. 
 
Auch die Todtmooser Narren sind gerüstet. Neben bewährten Veranstaltungen gibt es in dieser Saison auch Neuerungen. So wird es am Fasnachtssamstag erstmals keinen Zunftabend in der Wehratalhalle geben. 
 
Auch in Laufenburg und Murg stehen die Narren in den Startlöchern: Traditionell beginnen in den Tagen rund um Dreikönig offiziell die ersten närrischen Veranstaltungen, der dieses Jahr äußerst langen Fasnachtszeit. Dieses Jahr ist Aschermittwoch bekanntlich erst am 1. März. Den genauen Fahrplan finden Sie hier.
 

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