Baden-Württemberg "Pulse of Europe": Tausende Bürger gehen für ein geeintes Europa auf die Straße

Angesichts europafeindlicher Strömungen in vielen EU-Staaten macht seit Wochen eine Pro-Europa-Initiative in Deutschland und anderen Ländern mobil. Die Bewegung wird immer größer.

In mehreren Städten Baden-Württembergs haben am Sonntag Hunderte Menschen für die Europäische Union und gegen Abschottung demonstriert. Allein in Stuttgart bezifferte die Polizei die Zahl der Teilnehmer auf 500 bis 600. In Karlsruhe waren es rund 200 Anhänger, die sich in der Innenstadt versammelten. Nach grober Schätzung der Polizei zog die Veranstaltung „Pulse of Europe“ in Tübingen 200 Menschen an. Insgesamt waren es nach Veranstalterangaben neun Kommunen im Südwesten, in denen sich Menschen öffentlich zur EU bekannten.

„Pulse of Europe“ heißt die bundesweite Bewegung, die vor einigen Monaten von dem Anwaltspaar Sabine und Daniel Röder in Frankfurt ins Leben gerufen wurde. Seitdem wächst der Zuspruch, die Aufmerksamkeit und die Anzahl der Städte, deren Bewohner für ein gemeinsames Europa auf die Straße gehen. In Stuttgart fand die Versammlung zum vierten Mal statt. Bereits am vergangenen Wochenende hatten sich dafür am Schlossplatz 500 Menschen eingefunden.

Auch in Heidelberg und Freiburg gibt es die Aktion schon seit einigen Wochen. In Konstanz und Friedrichshafen fanden die Veranstaltungen am Sonntag zum zweiten Mal statt. Neu dazugekommen sind Karlsruhe, Tübingen und Baden-Baden. 

In Frankfurt/Main, wo die Bewegung „Pulse of Europe“ Ende 2016 gegründet wurde, versammelten sich rund 3000 Menschen mit Luftballons und Europafahnen. In Berlin zählte die Polizei bei Wind und Regen rund 2000 Teilnehmer, die Veranstalter sprachen von mindestens 4000, in Köln gingen rund 2500 Menschen auf die Straße.

Nach Angaben der Organisatoren nahmen zeitgleich in rund 50 europäischen Städten mindestens 20.000 Menschen an den Pro-Europa-Demonstrationen teil. Allein in Deutschland waren in 46 Städten Kundgebungen angemeldet worden. Vor dem Konzerthaus auf dem Berliner Gendarmenmarkt spielte der Klarinettist Giora Feidman die Europahymne.

Auch in Ostdeutschland gingen in mehreren Städten hunderte Menschen auf die Straße. „Wir wollen, dass auch bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich im April der europafeindliche Populismus scheitert, so wie er vergangene Woche hoffentlich in den Niederlanden gescheitert ist“, sagte Organisator Volker Gustedt zum Auftakt der dritten Kundgebung in Potsdam. Die Bewegung will sich bis zur Stichwahl in Frankreich am 7. Mai jeden Sonntag treffen.

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