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Stuttgart Neue Wahlumfrage: Abstand zu Grünen schrumpft - AfD zweistellig

In einer von ihr selbst in Auftrag gegebenen Wahlumfrage kommt die baden-württembergische CDU auf nur 35 Prozent. Die regierenden Grünen nähern sich hingegen der 30 Prozent-Marke an. Heißt der nächste Ministerpräsident Wolf - oder bleibt es bei Kretschmann?

Rund acht Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg schrumft nach einer neuen Umfrage der Abstand zwischen den regierenden Grünen und der oppositionellen CDU. In einer von ihr selbst in Auftrag gegebenen Befragung des Erfurter Instituts Insa kommen die Christdemokraten auf 35 Prozent, während die Grünen mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei 29 Prozent stehen.

Die SPD erreicht in der Befragung einen Tiefstand von 13 Prozent. Sie ist damit nicht mehr weit von der rechtskonservativen Alternative für Deutschland (AfD) entfernt, die die Demoskopen mit 11,5 Prozent als fünfte Kraft im baden-württembergischen Landtag sehen. Für eine Regierungsbildung reicht es weder für Grün-Rot noch für Schwarz-Gelb.

Die CDU liegt damit derzeit klar unter ihrem Wahlergebnis von 2011 (39 Prozent), während die Grünen in der Gunst der Wähler deutlich zulegen konnten (2011: 24,2 Prozent). Allerdings sieht es derzeit trotzdem nicht nach einer Fortsetzung der grün-roten Regierung aus, weil die SPD weit unter ihrem früheren Wahlergebnis liegt (2011: 23,1 Prozent). Die FDP wäre nach diesen Zahlen mit 6,5 Prozent klar wieder im Landtag vertreten - die Linke mit 2,5 Prozent aber nicht.

Kretschmann und sein CDU-Herausforderer Guido Wolf wollten am Mittwochabend in einem Rededuell im Theaterhaus Stuttgart um die Gunst der Wähler ringen. Die beiden Spitzenkandidaten waren sich vergangene Woche schon zum ersten TV-Duell vor der Wahl begegnet. Am Freitag und Samstag kommt die baden-württembergische CDU zu ihrer traditionellen Klausur in Kloster Schöntal (Hohenlohekreis) zusammen.

Auch dort dürfte die Landtagswahl eine große Rolle spielen - ebenso wie das Flüchtlingsthema, das die CDU im Bund wie im Land stark beschäftigt. Die CSU, aber auch einzelne Politiker der CDU, fordern von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen. Merkel lehnt das aber ab.

CDU-Wahlkampfleiter Thorsten Frei zeigte sich am Mittwoch in Stuttgart enttäuscht über das jüngste Umfrageergebnis. „Unser Anspruch ist ein anderer.“ Die aktuellen Umfragen, wie auch diese, zeigten aber, für Grün-Rot gebe es keine parlamentarische Mehrheit. „Eine von der CDU geführte Regierung ist in greifbarer Nähe.“ FDP-Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke zeigte sich zufrieden mit den Werten für seine Partei. „Wir steigen langsam aber sicher von Woche zu Woche. So kann es weitergehen.“ Vor fünf Jahren hatte es in Baden-Württemberg einen spektakulären Machtwechsel gegeben. Nach 58 Regierungsjahren musste die CDU in die Opposition.

Fällt das Wahlergebnis am 13. März ähnlich aus wie die derzeitigen Umfragen, wären theoretisch Schwarz-Rot, Schwarz-Grün und vielleicht auch eine Ampel aus Grünen, SPD und FDP möglich.

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