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Stuttgart Erster Feinstaub-Alarm: Am Montag sollen die Stuttgarter ihr Auto stehenlassen

Die Stadt Stuttgart löst am Montag erstmals Feinstaubalarm aus. Autofahrer sollen dann freiwillig auf Fahrten verzichten. Aus Sicht der Bürgerinitiative Neckartor ist der Alarm aber "eine reine Scheinveranstaltung".

Stuttgart geht mit dem Feinstaubalarm als erste deutsche Stadt neue Wege. Nirgends gilt die Luft so stark belastet wie in der baden-württembergischen Landeshauptstadt: Der EU-Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft wird hier regelmäßig überschritten.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) sagte laut Mitteilung am Samstag: „Ich appelliere an die Bürgerinnen und Bürger: Lassen Sie Ihr Auto an den Alarmtagen möglichst stehen.“ Die Stadt stützt sich beim Feinstaubalarm, der mindestens zwei Tage gelten soll, auf Berechnungen und Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes. Die Bürgerinitiative Neckartor kritisiert den Alarm. So lange das Ganze ohne Konsequenzen für die Autofahrer bleibe, sei es im Grunde ein "absurdes Schauspiel", sagte Peter Erben von der Initiative Neckartor.

Auf Hinweistafeln an Straßen, auf Bannern an Brückengeländern und über Verkehrsmeldungen im Radio wird die Bevölkerung über den Feinstaub-Alarm informiert. Wenn er ausgerufen wird, sollen Bürger auch zusätzliche Holzöfen nicht nutzen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hatte freiwillige Appelle als untaugliches Instrument kritisiert und stattdessen Fahrverbote gefordert.

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