Mein
 

Baden-Württemberg Der Winter kommt zurück

Schnee und Eis sorgen für Unfälle im Südwesten. Die Streusalzlager in der Region sind nach bislang eher milden Temperaturen noch voll. Am Wochenende soll das Thermometer wieder steigen.

Gut gefüllt sind die Streusalzlager der Landkreise derzeit in Baden-Württemberg. Gerade 200 der 2800 eingelagerten Tonnen wurden seit Beginn der kalten Jahreszeit Anfang Dezember zum Beispiel im Bodenseekreis auf die Straßen gebracht. Vorsichtshalber werde aber schon mal etwas nachgeordert, erklärte eine Sprecherin in Friedrichshafen auf Nachfrage.

Vorsorge ist auch angebracht. Denn der Winter kann noch kräftig zurückkommen. Der neuerliche Wintereinbruch sorgte gestern bereits für reges Treiben der Räum- und Streufahrzeuge auf den Straßen und für sehr vorsichtiges Fahren. In Konstanz brachte dies besonders am Morgen leichte Verspätungen, wie Josef Siebler, Pressesprecher der Stadtwerke, erklärte.

55 Helfer waren gestern für die Technischen Betriebe Konstanz im Einsatz, um die Straßen vom Schnee zu befreien. „Einige sind schon seit zwei Uhr morgens auf den Beinen“, berichtet Andreas Haaga, Einsatzleiter der Winterdienste. Sie sollten noch den ganzen Tag über gut zu tun haben.

„Wir werden fast ohne Pause durcharbeiten“, sagte Haaga schon am Vormittag. Gelassen sah auch die Polizei auf die herunterrieselnden Schneeflocken. „Es gab nur zwei kleinere Auffahrunfälle mit Blechschäden“, sagt Michael Aschenbrenner. Ansonsten habe es keine größeren Probleme gegeben.

Unterdessen kam es am Donnerstagmorgen zu einem schweren Unfall in Friedrichshafen. Ein 18-jähriger Autofahrer war auf schneeglatter Straße in den Gegenverkehr geraten und prallte mit der Beifahrerseite seines Renault Clio gegen einen entgegenkommenden Linienbus. Der 16-jährige Beifahrer im Renault erlitt laut Polizei lebensgefährliche Verletzungen. Der Schaden wird auf 20 000 Euro geschätzt. Die 28 Passagiere im Linienbus blieben laut Polizei unverletzt.

Ein 75-Jähriger ist am Donnerstag bei einem schweren Unfall in der Ortsdurchfahrt von Horgenzell im Kreis Ravensburg tödlich verletzt worden.

Auch auf der B34, Höhe Spießhof, ereignete sich am Donnerstagnachmittag ein schwerer Verkehrsunfall. Auf spiegelglatter Fahrbahn kam ein Auto ins Schleudern. Ein entgegenkommender Wagen rammte den Kleinwagen und schob ihn über die Leitplanke in den Graben.

Auch im übrigen Baden-Württemberg setzten Glatteis und Schneegestöber den Verkehrsteilnehmern zu. Dabei kam es zu zahlreichen Unfällen und Verzögerungen. Auf vielen Autobahnen kam es zu Verzögerungen durch liegengebliebene Lastwagen und verschneite Fahrbahnen. In Aspach (Rems-Murr-Kreis) erlitt eine Frau lebensgefährliche Verletzungen, nachdem sie am Mittwochabend die Kontrolle über ihren Wagen verlor und in den Gegenverkehr schleuderte. Laut Polizei wurde die 30-Jährige in ihrem Auto eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden, zwei Menschen erlitten leichte Verletzungen.

Allein in und um Heidelberg verzeichnete die Polizei 42 witterungsbedingte Unfälle. Dabei gab es vier Leichtverletzte. Es entstand ein Sachschaden von über 130 000 Euro. Auf der A6 bei Crailsheim (Kreis Schwäbisch-Hall) wurde am Vormittag ein Kran für Aufräumarbeiten eingesetzt. Ein Autotransporter war am Mittwochabend von der Straße abgekommen und musste am Vormittag mit dem Kran aus dem Graben gehoben werden. Der Fahrer blieb unverletzt.

Laut Wetterbericht sollen die Temperaturen auch heute wieder unter null bleiben. Zum Wochenende werde es wieder etwas wärmer, heißt es.

Mehr zum Thema
Winter-Spezial: Bewegung im Schnee: Das große Winter-Spezial auf SÜDKURIER Online. Aktuelle Informationen zu Skigebieten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
SÜDKURIER Inspirationen
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Baden-Württemberg
Baden-Württemberg
Singen
Baden-Württemberg
Offenbach
Baden-Württemberg
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren