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Baden-Württemberg Charmeoffensive am Oberrhein

Ministerpräsident Mappus und Bahnchef Grube suchen bei den Planungen zur Rheintalbahn den Dialog mit Bürgern

Bahnchef Grube (l.) und Ministerpräsident Mappus in Bad Bellingen.
Bahnchef Grube (l.) und Ministerpräsident Mappus in Bad Bellingen. | Bild: Bild: Zurbonsen

Freiburg/Offenburg – Bahn und Bürger rücken im Oberrheintal wieder enger zusammen. Bahnchef Rüdiger Grube hat das im Zuge der Bahnplanung für eine neue Rheintalbahn (Offenburg – Basel) verloren gegangene Vertrauen mit Charme und Freundlichkeit, Offenheit und Verständnis für die Sorgen der Menschen in der Region zurück gewonnen. In Buggingen klopfte ihm ein Bürger auf die Schulter und stellte ihm ein exzellentes persönliches Zeugnis aus: „Sie sind der beste Bahnchef, den wir je hatten!“ Und in Offenburg nahm der Bahnchef wie selbstverständlich Ordensschwester Martina in den Arm, die sich in den vergangenen Jahren als schärfste Kritikerin der Offenburger Bahnplanung hervorgetan hat.

Wegen des Stimmungswandels am südlichen Oberrhein wird sich der Aus- und Neubau der Rheintalbahn zwischen Offenburg und Basel nach Einschätzung von Bahn und Landespolitik, aber auch der Bürger sehr wahrscheinlich nicht mehr zu einem „zweiten Stuttgart 21“ entwickeln.

Bahnchef Rüdiger Gruppe und Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus ließen bei ihrer dritten Reise durch den südlichen Oberrhein keine Gelegenheit aus, die gute Atmosphäre bei Bürgern und Bürgermeistern zu untermauern. Es werde einen konstruktiven, offenen und transparenten Dialog für die „beste Lösung für Mensch und Umwelt“ geben. Dafür ernteten beide viel Lob und Beifall aus der Region. „Es war ein erfolgreicher Tag für unsere Anliegen“, sagten die Sprecher der Bürgerinitiative IG Bohr.

Die Reise von Regierungs- und Bahnchef, die von Umwelt- und Verkehrsministerin Tanja Gönner, begleitet wurden, begann mit einem symbolischen Startschuss für Probebohrungen für einen Güterzugtunnel unter Offenburg. „Der heutige Beginn der Probebohrungen für einen Güterzugtunnel hat nicht nur Bedeutung für Offenburg, sondern entfaltet Symbolkraft über Offenburg hinaus für den gesamten weiteren Ausbau der Rheintalstrecke“, erklärte Stefan Mappus. Vor wenigen Wochen hatte das Regierungspräsidium Freiburg die Bahnplanung für Offenburg als unvollständig und nicht genehmigungsfähig zurückgewiesen und so die Weichen für die schon lange geforderte Tunnelvariante gestellt.

Der Bahnchef wiederholte seine Zusage, die Rheintalbahn nicht gegen die Widerstände der Bürger zu planen und zu bauen. „Es ist ehrlich gemeint, wenn ich sage, dass wir ergebnisoffen die beste Lösung suchen“, versicherte er.

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