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Lesermeinung Es geht auchohne harten Stoff

26.02.2010
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Wo leben wir eigentlich? Während der Fasnet versuchen Suchthilfe und Polizei alles, um die schlimmsten Alkohol-Exzesse bei Jugendlichen abzumildern – und ein paar Tage später, mitten in der Fastenzeit, entrüsten sich Gymnasiasten, dass sie bei den so genannten Stufenpartys keinen Schnaps für den schnellen Rausch verkaufen dürfen (dabei spielt es gar keine Rolle, ob der potenzielle Rauschkonsument nun 17 oder 19 ist).

Einfacher wäre doch, den Wodka gleich auf dem Schulhof anzubieten... Wenn die Verkaufsspannen bei Hochprozentigem als Argument für die Organisation von Abibällen herhalten müssen, dann mangelt es den angehenden Abiturienten möglicherweise an Phantasie und Kreativität, aber vermutlich auch an Alternativ-Angeboten.

Übrigens: in der von Amts wegen stillgelegten Jugendscheune Klosterhof fanden viele Stufenpartys mit Security statt, da wurde keinerlei Hochprozentiges ausgeschenkt und es rechnete sich. Alles schon lange her und vergessen.

Friedhelm Schulz
78050 Villingen-Schwenningen

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