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Leitartikel Hoher Marktwert

27.02.2010
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Am Montag um 2.30 Uhr MEZ beginnt in Vancouver die Schlussfeier der XXI. Olympischen Winterspiele. Wie immer wird vorher spekuliert, mit welcher Formulierung der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) seinen Dank an die Organisatoren ausdrückt. Zu Zeiten des Spaniers Juan Antonio Samaranch ging es meist hysterisch um Variationen von „best ever“, das hat sich unter dem Belgier Jacques Rogge gewandelt, weil der seinen Worten nicht die Gott-gleiche Bedeutung beimisst wie einst der eitle Samaranch.

Rogge wird Vancouver loben, sein Urteil wird sich orientieren an dem, was er zwischendurch schon erklärte: „Brillante Spiele, erstklassiger Sport, tolles Publikum, Party überall in der Stadt und sehr hohe Einschaltquoten im Fernsehen.“ Die TV-Bilanz dürfte dem IOC-Boss am besten gefallen, weil diese den einzigartigen Marktwert Olympias belegt. Am Ende werden weltweit etwa 3,5 Milliarden Menschen das sportliche Treiben in Vancouver am Fernsehen verfolgt haben, eine halbe Milliarde mehr als Olympia in Turin 2006.

In seiner Bewertung wird Jacques Rogge gewiss noch einen anderen Aspekt in den Vordergrund stellen. Hatte er vor Beginn mit „mindestens fünf Dopingfällen“ gerechnet, steht hier nach wie vor die Null. Dass Olympia im kanadischen Westen aber tatsächlich frei von unerlaubter Manipulation war, sollte man daraus nicht schlussfolgern. Die Vergangenheit hat gelehrt, dass immer wieder neue Mittel auftauchen, von deren Existenz die Dopingjäger wohl wissen, ihnen ein Nachweis aber noch nicht möglich ist. Erfreulich war da die Nachricht vom weltweit ersten gelungenen Nachweis von Doping mit Wachstumshormonen (Human Growth Hormons/HGH).


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