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Kommentar Guter Kompromiss

26.02.2010
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Das riecht nach Einigung. Nachdem die Fronten im Tarifstreit im öffentlichen Dienst vor kurzem noch verhärtet waren, einigte sich nun die Schlichterrunde auf einen Kompromiss – und zwar einstimmig. Danach sollen die Beschäftigten unter anderem eine Gehaltserhöhung – in Stufen – von 2,3 Prozent plus eine Sonderzahlung erhalten.

Für die Gewerkschaft Verdi wäre das ein Erfolg. Mit dem steten Hinweis auf die leeren Staatskassen hat der öffentliche Dienst in den vergangenen Jahren im Schnitt deutlich niedrigere Einkommenszuwächse hinnehmen müssen als andere Branchen in der Privatwirtschaft. Sollten sich die Tarifparteien jetzt auf den Kompromissvorschlag einigen, hätte Verdi verhindert, dass der öffentliche Dienst weiter abgehängt wird.

Für Städte und Gemeinden würde ein solcher Abschluss sicher nicht leicht zu stemmen sein. Dies gilt umso mehr, als sie derzeit mit Steuerausfällen zu kämpfen haben. Dennoch sollten sie sich auf den Kompromiss einlassen. Ansonsten nämlich müssen sie auf Dauer damit rechnen, dass die fähigsten Mitarbeiter in die besser bezahlende Privatwirtschaft abwandern.

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