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Kommentar An die Arbeit

08.09.2009
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Die Front gegen Googles Bücher-Reich wächst. Gegenwärtig ist der Internet-Konzern in den USA dabei, 25 Millionen Bücher aus Bibliotheken zu digitalisieren. Kein Gericht, weder diesseits, noch jenseits des Atlantiks, wird Google daran hindern, das Ziel einer gigantischen Weltbibliothek zu realisieren. Denn das Unternehmen hat ein schlagendes Argument auf seiner Seite: den Verbraucher. Der ist eine Macht. Der unbegrenzte „Zugang“ zu Informationen ist im Internetzeitalter zu einer Art Grundrecht geworden.

Es sind vor allem die europäischen Verlage, die sich angesichts dieser Aktivitäten um das Urheberrecht sorgen. Sie fürchten, dass Google Geld einsackt, das sie für sich und ihre Autoren reklamieren, und dabei ein Informationsmonopol aufbaut. Die Sorge der Verlage ist nicht unbegründet, aber ein Stück weit selbstverschuldet. Bis heute gibt es kein einheitliches europäisches Urheberrecht. Der Streit mit dem Riesen Google wurde bisher vor allem national bestritten. Das bringt keinen Erfolg. Und in der Vergangenheit wurde es versäumt, das Urheberrecht den Forderungen des 21. Jahrhunderts anzupassen. An die Arbeit.

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