Zwar gibt es in Deutschland einige Wälder, in denen bereits Wildkatzen leben, es könnten aber noch viel mehr sein. Sehen Sie in unserer interaktiven Karte die Pläne des BUND, um Verbindungswege für Wildkatzen zu schaffen und so ihren Lebensraum zu erweitern.
Karte 1:
Die grünen Flächen stellen deutsche Wälder dar, in denen heute schon Wildkatzen leben. Das Problem: Wildkatzen bewegen sich nicht über offene Flächen. Also sind diese Waldflächen ohne Verbindung untereinander.
Karte 2:
Diese Flächen stellen Wälder dar, in denen Wildkatzen leben könnten – in unserer Region sind das vor allem der Schwarzwald und die Schwäbische Alb bis in den Hegau. Diese Wälder können Wildkatzen aber nicht erreichen – offene Felder, Straßen und Siedlungen versperren ihnen den Weg.
Karte 3:
Die hellgrünen Linien stellen den ehrgeizigen Plan des BUND dar: Ganz Deutschland soll mit „Verbindungswegen“ für Wildkatzen ausgestattet werden, um deren Lebensräume zu vernetzen: Mit Bäumen, Büschen und bepflanzten Streifen. So würde ein Netzwerk von 20.000 Kilometern Länge entstehen. Die Details werden in den Bundesländern und vor Ort in den Regionen ausgearbeitet, einen Teil der Wege gibt es bereits.
Die dunkelgrüne Linie entlang der früheren Grenze zwischen DDR und BRD ist das „grüne Band“ – ein Naturschutz-Korridor von der Ostsee bis nach Bayern. Dieses Projekt geht über die deutschen Grenzen hinaus: Entlang des ehemligen Eisernen Vorhangs zwischen Ost und West zieht sich über 12.500 Kilometer das Internationale Grüne Band von Skandinavien bis nach Griechenland. Der deutsche Teil ist 1393 Kilometer lang.