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Politik Bilder: Wem Merkel noch vertrauen kann (9 Bilder)

Wem Merkel noch vertrauen kann...
Peter Altmaier, Umweltminister: Er ist seit Jahren einer der wichtigsten Männer an der Seite von Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Als Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion war der 53-Jährige bisher Vermittler, Brandlöscher und Sprachrohr - der Mann, der die eigenen Reihen schließen soll. Jetzt rückt das Schwergewicht ins Kabinett.   Die »Peitsche« müsse er nie herausholen, hat der gesellige und gemütliche Saarländer einmal gesagt. Lieber versucht er es mit Gesprächen bei gutem Wein und Essen.
Thomas de Maiziere, Verteidigungsminister: Der 58-Jährige hat schon einige Ministerämter auf Landes- und Bundesebene hinter sich. Er verkörpert preußische Tugenden wie Fleiß und Geradlinigkeit - und ist damit ein enger Vertrauter von Angela Merkel. Er ist kein Politiker der mit Stammtischparolen oder billiger Polemik auffällt. De Maiziere ist ohne größeres Selbstdarstellungs-Streben und Kronprinz-Ambitionen.  Das erste Mal begegneten sich Merkel und De Maiziere 1990, als Merkel noch Pressesprecherin des Demokratischen Aufbruchs war und de Maiziere CDU-Sprecher in West-Berlin. Daraus ist ein Verhältnis »tiefen Vertrauens« erwachsen, so de Maiziere.
Ursula von der Leyen, Arbeitsministerin: Die ehrgeizige 53-Jährige dürfte sich noch nicht am Ende der Karriereleiter sehen. Die Medizinerin und siebenfache Mutter war eine treibende Kraft bei der Modernisierung der CDU, die Merkel wichtig ist. Als Familienministerin (2005 bis 2009) ist unter anderem das Elterngeld mit ihrem Namen verbunden. Im neuen Ressort kämpft sie auch für Frauenquoten in Spitzenpositionen der Wirtschaft. Merkel hat in ihrer umtriebigen Ministerin auch eine potenzielle Konkurrentin - noch allerdings ohne große Hausmacht.
Ronald Pofalla, Kanzleramtsminister: Auch er gilt als enger Vertrauter der Kanzlerin - und das nicht erst seit gestern. Erst als CDU-Generalsekretär (2005 bis 2009) in der Parteizentrale in Merkels Nähe wechselte der 53-Jährige als Kanzleramtsminister in die Regierungszentrale. Dort koordiniert er hinter den Kulissen die schwarz-gelbe Regierungsarbeit - ein Knochenjob. Das bleibt meist nach außen hin geräuschlos. Nur angesichts fraktionsinterner Kritik am Euro-Krisenmanagement wurde ein veritabler Wutausbruch publik.
Volker Kauder, Unionsfrakionschef: Der 62-jährige Baden-Württemberger zählt zu Merkels wichtigsten Mitstreitern, auch wenn beide nicht immer einer Meinung sind. Kauder gilt anders als Merkel als konservativer Kopf. Er hält viel von Werten und christlicher Tradition. Seit 2005 hält Kauder der Kanzlerin im Parlament den Rücken frei. Politische Erfahrung bringt der Jurist als Generalsekretär der CDU in Baden-Württemberg (1991-2005) und der Bundes-CDU (2005) mit. Kauder ist fest in der CDU verwurzelt, war schon als Schüler in der Jungen Union aktiv. Sein »Stallgeruch« hilft ihm, die Flügel der Union einzubinden - notfalls mit klaren Ansagen: Kauder redet gerne Klartext.
Wolfgang Schäuble, Finanzminister: Der 69-Jährige ist nicht nur wegen der Euro- Dauerkrise eine der zentralen Säulen in Merkels Kabinett. In der CDU gilt er als Stabilisator der schwarz-gelben Regierung. Der Jurist, seit einem Attentat 1990 querschnittsgelähmt, ist ein Mann eiserner Selbstdisziplin und ein überzeugter Europäer. Mit Merkel, die ihn nach der CDU-Spendenaffäre als Parteichef ablöste, verbindet ihn aber auch eine Geschichte der Spannungen. So scheiterte Schäubles Kandidatur für das Bundespräsidentenamt 2004 an Merkels Votum für Horst Köhler. Kurz vor dem Osterurlaub nahmen sie sich nun gemeinsam Zeit für einen besonderen privaten Abend: Die Kanzlerin und er schauten sich den Film »Ziemlich beste Freunde« an.
Annette Schavan, Bildungsministerin: Der Elite-Wettkampf der Universitäten ist mit dem Namen der Bildungsministerin verbunden. In ihrer Amtszeit setzte sich nach dem Schock der Pisa-Schulstudie der Wille zu mehr Investitionen in Bildung und Forschung weiter durch. Schavan gehört zum engsten Zirkel Merkels. Die katholische Theologin und promovierte Erziehungswissenschaftlerin (56) ist eine Seiteneinsteigerin, die ihre Karriere 1995 als Kultusministerin in Baden-Württemberg begann.
Hermann Gröhe, CDU-Generalsekretär: Der 51-Jährige aus dem Rheinland ist der Mann, der nach Wahlschlappen vor die Kameras tritt und den Kurs seiner Partei verteidigt. Er gehört seit langem zu den politischen Strippenziehern in der Union. Der Jurist aus dem größten Landesverband Nordrhein-Westfalen gilt als gut vernetzt. Der frühere Chef der Junge Union gehörte Mitte der 90er Jahre zu einem Kreis von Nachwuchspolitikern der CDU, der sich in der »Pizza-Connection« auch mit Grünen-Kollegen traf.
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Wem Merkel noch vertrauen kann
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23.08.2012
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